Vassili Golod
@golod
Journalist • Studioleiter & Korrespondent ARD Kyjiw • Podcast „Machiavelli – Rap & Politik“
Herzlichen Dank an das NDR-Team für die super Organisation. Es war mir eine große Freude, ehemaligen und aktuellen Kolleg:innen zu begegnen. Und im Anschluss war sogar noch Zeit für einen kurzen Abstecher in die schönste Stadt der Welt – Bad Pyrmont! 4/4
Der direkte Austausch mit unserem Publikum erfüllt mich sehr. Unsere Reportagen und Einordnungen werden jeden Tag von Millionen Menschen aufmerksam verfolgt. Das im Gespräch gespiegelt zu bekommen, ist eine enorme Motivation. 3/4
Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Empathie Menschen in Deutschland mit den Menschen in der Ukraine haben – und zu hören, wie sehr sie darauf hoffen, dass Russland dazu gezwungen wird, seinen imperialen Angriffskrieg endlich zu beenden. 2/4
Heimspiel beim NDR Pop-Up Studio in Hannover! Habe als stolzer Niedersachse gemeinsam mit wunderbaren Kolleg:innen an diesem Wochenende viele schöne Stunden am Maschsee verbracht. Ich bin sehr dankbar für das Interesse an unserer Ukraine-Berichterstattung und die riesige Wertschätzung. 1/4
Olha Reschetylowa setzt sich für Rechte und Schutz ukrainischer Soldaten ein. Die Militär-Ombudsfrau fordert im ARD-Interview eine Debatte über einen neuen Gesellschaftsvertrag. Erschöpfte Soldaten hätten das Recht, abgelöst zu werden, andere müssten Verantwortung übernehmen. 3/3
Dem Militär fehlt Personal. Die Rekrutierung – immer häufiger von der Straße, gegen den Willen der Wehrpflichtigen. Erschöpfte Soldaten drängen auf Pausen. Reformen auch deshalb notwendig, weil Fälle systematischer Misshandlung innerhalb des Militärs öffentlich geworden sind. 2/3
Der ukrainische Präsident Selenskyj reagiert auf die Proteste und tauscht den Armeechef aus. General Mychajlo Drapatyj (43) genießt in der Ukraine hohes Ansehen. Die Erwartung: Der Neue soll die alten Probleme lösen. Die Spannungen im Land nehmen zu. 1/3
Kaum Worte für diesen Terror: Kyjiw hat eine der heftigsten ballistischen Angriffswellen seit Kriegsbeginn durchlebt. Russland hat die Ukraine mit mehr als 40 Raketen und über 100 Drohnen beschossen. Wieder wurden in verschiedenen Landesteilen Zivilisten getötet und verletzt.
Eine Serie an Explosionen erschüttert Kyjiw. Russland greift laut ukrainischer Luftwaffe mit ballistischen Raketen an.
„Syrskyj raus!“, rufen Tausende in Kyjiw. Sie protestieren weiter gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Fedorow und fordern die Absetzung des Armeechefs. Aus Sicht vieler verkörpert Syrskyj verkrustete Militärstrukturen – Fedorow dagegen steht für moderne Technologien.
Für viele Ukrainerinnen und Ukrainer geht es bei der Entlassung von Mychajlo Fedorow um mehr als nur einen beliebten Minister. Für die meisten ist es eine Frage des Systems. Mit dem intransparenten Regierungsumbau riskiert Präsident Selenskyj einen enormen Vertrauensverlust. 2/2
Warum wird ein Verteidigungsminister entlassen, dem viele die jüngsten militärischen Erfolge zuschreiben? Auf diese Frage hat Präsident Selenskyj den Menschen in der Ukraine keine klare Antwort gegeben. Tausende haben deshalb in Kyjiw und anderen Städten protestiert. 1/2
Tausende Ukrainerinnen und Ukrainer protestieren in der Nähe des Präsidialamts gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Fedorov. Er ist für viele ein Hoffnungsträger, steht für Veränderung, Innovation und klare Kante gegen Vetternwirtschaft und Korruption.
So sieht ein Samstag in der Ukraine aus. Russischer Angriff auf Sumy heute, am 11. Juli 2026. Wieder gibt es Verletzte und Tote. Seit 1599 Tagen werden Ukrainerinnen und Ukrainer in ihrem Land mit Raketen, Drohnen und Gleitbomben terrorisiert. Russland muss seinen Krieg beenden.
Weil viele fragen: Der WDR verwendet wie Zeit, Spiegel, taz, DW und andere die ukrainische Schreibweise für die ukrainische Hauptstadt. Kyjiw statt „Kiew“. Für uns eine Formalie – für Ukrainer:innen Symbol des Respekts für ihre Identität. In der ARD dauern Veränderungen länger.
Jetzt wirken sich die ukrainischen Innovationen im Bereich der Drohnenproduktion immer stärker auf die Kampfhandlungen aus. Technologie soll den Mangel an Waffen und Personal an der Front kompensieren. 2/2
Weil westliche Partner Hilfen verzögert und Waffensysteme verwehrt haben, musste die Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland extrem schnelle technologische Entwicklungen vorantreiben. 1/2
Mehr als 20 ballistische Raketen schlagen in Kyjiw ein. Das ukrainische Militär kann keine einzige abwehren – weil notwendige Abfangraketen fehlen. UN-Vertreter sehen in den russischen Angriffen eine weitere Eskalation – und damit eine noch größere Gefahr für die Zivilbevölkerung.
Mindestens 12 Menschen wurden heute bei russischen Angriffen auf Kyjiw getötet. Die Ukraine konnte diesmal keine ballistische Rakete abwehren – weil die dafür notwendigen Patriot-Abfangraketen fehlen. Die Unterstützung der Partner reicht nicht aus, um den Himmel zu schützen.
Heftige Explosionen in Kyjiw und anderen ukrainischen Städten. Russland greift die Ukraine wieder kombiniert an.
Im Zentrum von Kyjiw wird in der Nacht auf Donnerstag bei einem massiven kombinierten Angriff Russlands ein Hotel getroffen. Zu diesem Zeitpunkt bin auch ich mit einem Kollegen dort. Ein Versuch, Worte für das zu finden, was wir und die Menschen in Kyjiw erlebt haben.
In Nächten, in denen heftige russische Angriffe erwartet werden, suchen wir immer wieder Schutz in einem Kyjiwer Hotel. So auch heute. Dieses Hotel brennt gerade infolge eines russischen Drohnenangriffs. Jetzt sind wir in der U-Bahn. Es droht ein massiver Raketenangriff.
Frauen aus der Ukraine, ganz Europa und sogar aus Kanada bieten Darya ihre eigenen Hochzeitskleider an. Wir haben Darya getroffen – und durften am wichtigsten Tag ihres Lebens dabei sein. 2/2
Ihr Hochzeitskleid verbrennt Ende Mai nach russischen Angriffen auf ein Einkaufszentrum in Kyjiw. Darya teilt auf Social Media ihre Verzweiflung – und bekommt überwältigende Solidarität. 1/2
Heute mal eine Nachricht in eigener Sache. Ausführliche Gedanken und Gefühle zu Abschied und Neuanfang kommen – bis 2027 ist ja noch etwas Zeit.
Der russische Angriffskrieg lässt sich in den besetzten Gebieten kaum noch ausblenden. Damit setzt die Ukraine vor allem die russischen Streitkräfte unter Druck: Durch die Angriffe auf Nachschub-Routen und Tanklaster droht der Krim als wichtiger Militärbasis Russlands die schleichende Isolation.
Die Ukraine greift mit Drohnen russische Nachschub-Routen, Ölraffinerien, Tanklaster und weitere militärische Ziele an. Das stellt Russland jeden Tag vor größere Probleme. Braucht die Ukraine jetzt also keine Unterstützung mehr?
Museen, Kulturzentren, Klöster – Russland greift verstärkt Orte an, die für die historischen Wurzeln der Ukraine stehen. Viele Menschen empfinden einen tiefen Schmerz und große Wut. Sie werfen Russland vor, einen Krieg gegen die nationale Identität ihres Landes zu führen.