Mirja Nicolas
@privilegienschreck
Medical Gaslighting; Psychologisierung, Stigmatisierung von ME/CFS, PAIS; Kritik an "Psychosomatischer Medizin" Universität Leipzig sie/ihr, they/them
In der Neuro Essen hält man einerseits Long COVID und ME/CFS entgegen dem Stand der Wissenschaft für psychosomatisch, andererseit organisiert man Fortbildungen zur Frage, "ob es eine Krise der Meinungsfreiheit in Deutschland gibt und ob diese auch Wissenschaft und Universitäten erreicht hat."
Ich suche ja weiterhin eine Antwort darauf, warum Psychologisierung bei Linken so anschlussfähig ist, obwohl Psychologisierung sau autoritär und individualisierend ist hmmmmm
"Fast alle Medien berichten in regelmäßigen Abständen darüber, dass optimistische Menschen länger leben. Meistens ist dann gerade irgendeine Studie veröffentlicht worden, die besagt, dass Optimist*innen seltener an Krankheiten wie Depres-
Vor meinem letzten Umzug konnte ich mich nicht von meinen Orten verabschieden, weil ich so krank war, dass ich fast vollständig bettlägerig war. Heute fühlt es sich wieder so an, als würde ich etwas an die Krankheit verlieren: urbanes Leben. Aber TeiIhabe daran habe ich schon vor 6 Jahren verloren.
Zitat aus den Anfängen der Psychiatriekritik. Könnten sich v.a. psychosomatische Ärzt*innen im Umgang mit ME/CFS und Long COVID zu Herzen nehmen: Statt für die eigene therapeutische Agenda zu argumentieren, einfach mal mit Betroffenen empathisch sein.
Immerhin haben sie wohl diesen Berufsverband inzwischen (das Buch ist von 2024) umbenannt (im Gegensatz zum Journal DER NERVENARZT). Ich glaube entgenderte Berufsbezeichnungen wird es in der Medizin übrigens niemals geben.
Es ist nach wie vor erstaunlich, wie bestimmte medizinische Haltungen von bestimmten Personen mit Macht gepusht werden. P.S. Impfungen sind grundsätzlich sehr wichtig, lasst auch eure COVID-Impfungen regelmäßig auffrischen, wenn ihr keine Kontraindikationen habt.
Ich dachte, es wäre vielleicht noch interessant für euch, diese beiden Buchrückseiten gegenüberzustellen. Das zweite ist "»Behinderung« und Gesellschaft" von Regina Schidel (@reginaschidel.bsky.social) Und ne, meine Sprache ist auch nicht frei von Ableismen. 1/
Ich habe mich die letzten Tage gefragt, welches Zitat ich hieraus teilen möchte. Ich bin zu keinem Ergebnis gekommen. Nahezu alles, was hier analysiert wird (1977/1988), ist so nah an der Lebensrealität ME/CFS-Kranker, dass es 1. kaum zu ertragen ist, das als Betroffene zu lesen und 1/
Am ersten Tag des Pride Month so ins Krankenhaus steppen 🏳️⚧️🏳️🌈 (+😷) und hoffen, dass mich der neue IVIG-Zyklus stabilisiert 🤞
Das, was Menschen mit ME/CFS widerfährt, ist nur die Spitze des Eisbergs, wie mit chronisch Kranken umgegangen wird.
Falls ihr noch nicht in die aktuelle SodaKlub-Folge reingehört habt, ich denke, es lohnt sich: open.spotify.com/episode/5FCA...
Offensichtlich beginnen jetzt Kliniken psychotherapeutische Spezialsprechstunden für Long COVID/ME/CFS aus dem Boden zu stampfen. Irgendwie wurde dabei die Erwähnung der Nichtexistenz einer biologischen Behandlung vergessen, das ist ja praktisch. Kann man einfach weiter nur Psychotherapie anbieten
Übrigens geht dieser wunderbare Artikel auch darauf ein, warum psychosomatische Rahmungen nicht progressiv, sondern individualisierend sind 🫳🎤 Linke können viel lernen
APSC mostly homebound edition 🥊 Danke an alle, die heute noch gegen Psychologisierung und medizinische Gewalt demonstrieren gehen!