Floris Biskamp
@theflorislava
Sozialwissenschaftler Wake me up when we get to heaven, let me sleep if we go to hell. @florisbiskamp@mastodon.social @theflorislava .bsky.social
Genau, das fällt auf, auch 9 und 10 ist deutlich weniger. Ich sehe im Codebook/Fragebogen keine Unterschiede:
Hat jemand von der PoWi-Crowd hier eine Idee, warum die Ergebnisse für 2017 so anders aussehen? Ich habe jeweils die GLES-Post-Election Crosssections genommen, jeweils die Variable, bei der nach den Einschätzungen zu den Parteipositionen zu Steuern/Abgaben/Sozialleistungen gefragt wurde. 1/2
That feeling when Du eine Bundestagsdebatte über eine grundrechtsrelevante Grundgesetzänderung leiten musst, aber eigentlich Besseres zu tun hast. (1993, Dritte Lesung zum "Asylkompromiss")
Letztes Posting zum AfD-Parteitag. Viel dramatischer als die "weitere Radikalisierung", "Professionalisierung" usw. ist der Generationenwechsel. Und da denke ich an diese Szene aus Das Boot und stelle mir vor, wie Boehringer, Gottschalk und Hütter am Abend an der Bar standen und sie nachspielten.
Nicht mehr viel passiert. Noch ein paar Satzungsänderungen zur institutionellen Stärkung der GD, ein wenig Diskussion um eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge (aus sozialen Gründen abgelehnt). Nun endlich Wochenende in Köln genießen!
Bemerkenswert: Im neuen AfD-Bundesvorstand (der mit nur minimalen Konflikten gewählt wurde) sitzen sieben ehemalige JA-Kader, sechs davon unter 40. So viel zur Ablehnung des Prinzips "Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal", die mal so wichtig für die Parteiidentität war. 2 der 14 sind Frauen (bisher eine).
Beisitzer 6: Jemand schlägt Jean-Pascal Hohm durch (als Vertreter der GD) Keine Gegenkandidatur Rede: Spricht über die Verdienste der GD. 90 GD-Mitglieder seien unter den Delegierten. Für Deutschland kämpfen
Ergebnis wird dieses Mal leider nicht eingeblendet, bei Phoenix nur im Hintergrund eines Schroeder-Interviews zu sehen, gab einige Gegenstimmen.
Beisitzer 3 Jan Nolte schlägt Heiko Scholz vor (beide Hessen) Rede: Die AfD ist die Zukunft, nationale Identität wichtig, die Jugend und das Volk haben genug von dem, was ist, und wollen die AfD. Die AfD bekommt Regierungen. Bildung sehr wichtig. Keine Fragen, klare Mehrheit
Gegen etablierte Medien für „freie Medien“ Will Bindeglied zwischen Bundesvorstand und Landesregierung sein. Keine Fragen, klare Mehrheit. Die ausgekungelte Liste wird durchgestimmt.
Rede: Ein bisher häufiges Motiv: Die anderen sagten „unsere Demokratie“, meinten aber nur ihre Macht. Der Abstieg des Landes müsse aufhören, Remigration. Keine Fragen, noch weniger Mitstimmende, klare Mehrheit.
„Wir wollen nicht, dass Deutschland wird wie Offenbach“. Erfolge: Akademie SRG, Sieg gegen VS, neue Jugendorganisation. Keine Fragen So unzweifelhaft, dass nur gut die Hälfte der Delegierten überhaupt abstimmte.
Lockerer Sieg für Jungbluth. Die Ex-JA siegt zweimal gegen den Veteranen.
NATÜRLICH übertrumpfen Gesinnung und Netzwerke Kompetenz und Erfahrung. Sonst wäre es nicht die AfD.
Die Stichwahl bringt praktisch dasselbe Ergebnis (mit leichter Verschiebung zu Gnauck), da wird ein zweiter Wahlgang fällig.
Eine verloren geglaubte AfD-Tradition: Weil 4% „Nein zu beiden“ stimmten, bekommt niemand die erforderliche absolute Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang wird folgen.
Hui, ohne Gegenkandidat nur 55%? Dennoch: Die AfD hat nun nach zwei Jahren wieder ein zweites weibliches Vorstandsmitglied.
Tritschler im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit. Dem NRW-Landesvorstand gefällt das nicht.
Weidel ebenfalls mit den üblichen Talking Points (freie Marktwirtschaft, gegen Energiewende, gegen Immigration, andere Parteien schlimm) und auch mit auffällig vielen Stolperern. Erhält 10% mehr als Chrupalla.
Die angekündigte Ohrfeige: Chrupalla erhält ohne Gegenkandidat nur 70%.
Jetzt PROVOZIEREN sie alle Sozialwissenschaftler:innen und Demoskop:innen: Das ist KEINE PROGNOSE!!11elf
Frau von Storch schwenkt eine Flagge statt einer Stimmkarte. Cool.
Plan fürs Wochenende: AfD-Bundesparteitag streamen und Steuern erklären. Montag dann endlich wieder arbeiten.
Google ngram ist ein sehr grobes Werkzeug. Aber was würden Manow und Baberowski, die anscheinend beide behaupten, das Konzept "liberale Demokratie" sei erst ab 1990 in Mode gekommen, hierzu sagen? 1990 ist in diesen Graphen kein bisschen markant.