Franz Hoegl
@franzhoegl
Systemtheorie. Philosophie. Design.
Musikerkenner:innen, Hilfe! Ich hab einen Ohrwurm seit Tagen, und weiß nicht, was das für ein Song ist. Ich glaube, es wird von einer schwarzen Sängerin gesungen, so Funk Rock... wie Mother's Finest, aber vermutlich ist es Retro, also irgendwas aktuelles... keine KI erkennt es.
Wenn ich in der Natur bin zum Dynamitfischen will ich nix von Umwelt hören. Meine Heimat, meine Scholle.
Um die Frage anders zu kontextualisieren: Jüngst erschien ein lesenswerter, von Alois Winterling hg. Band "Systemtheorie und antike Gesellschaft" – u.a. mit Matthias Pohligs Aufsatz "Menschen, Tiere, Götter. Kommunikation und ihre Akteure in der frühen Neuzeit." /7
Ich werde meine systemtheoretische Borniertheit reflektieren und alle Neugier zusammen nehmen, um mich auf den neuen Stand zu bringen. Ob ich dabei "methodologisch axiomatisch" überzeugt die Gegebenheit meine Erfahrungen zu akzeptieren mich weigern werde, weil man mir sagt, ich "sollte"- mal schaun.
Auch nicht so neu, aber immerhin mit Ansage scheint mir, nachdem ich jetzt einige Aufsätze gelesen hab (dann erst festgestellt, Charles Taylor ist ja auch dabei!), dieser Drang zu Weltreparatur und Aktivismus.
Mal schauen, was die Wesensschau zum Vor- und Anschein bringt. #phänomenologie
Well, no, for the problem is, it wasn't a dementia test at all; it was just the White House kitchen chef asking him what he wanted for dinner.
'Reflektiertheit' - eine nahezu zarte Abweichung (von "nur" zu "nicht nur"...) Luhmanns vom geläufigen Regress-Argument.
Lerne: Wenn Gemauschel und Geschiebe nicht mehr im Hinterzimmer abläuft, sondern auf offener Bühne, dann ist das nicht schamlos, sondern halt transparent...
Mit kleinen Einschränkungen. Er bespricht, so mein Eindruck, nicht so sehr Frege & Wittgenstein, sondern eher deren Rezeptionskarrieren. Frege etwa wollte mE gar keine Philosophie betreiben, erst recht keine Schule begründen, sondern sich 'nur' über die mathematische Rede Klarheit verschaffen.
"The proof of the pudding is the eating. It is that simple." - "But what is 'eating'?" - "Arrg. Then don't do as I say, do as I do, watch!!" - "B...but did!" - etc etc (PU § 185, Kripkensteins Paradox, unentfaltet. But cf. PU §201, §202)
Das ist sozusagen die 'Geschichte von der Autopoiesis von Sinnsystemen', versuchsweise umgeschrieben als Différance. (screenshot aus der 75er "Systemtheorie der Gesellschaft", S. 93) 5
Fink formuliert (in "Metaphysik der Erziehung", 1970) hier nahezu ein Programm für das systemtheoretische Interesse an einer Phänomenologie der 'Formkatastrophen'. #formkatastrophe #medientheorie #weltbefangenheit #luhmann100
Ich war (das erste Mal) auf einer LARP-Hochzeit. Der Schwarze Ture hat ein wenig auf dem Lieblingsmusikinstrument der Wikinger, dem Nordischen See-Banjo, aufgespielt. Es waren auch jede Menge Feen, Elfen, Zauber*innen und Steinzeitmenschen da. #diversityrulesok
Eugen Fink (Phänomenologische Werkstatt 2) über die Welt als Entziehung, als Entzugserscheinung. #formkatastrophen
Gewöhnlich betont man dann die Differenz, den Dissens. Ich finde dagegen auffällig, dass ja bei beiden der Begriff der Lebenswelt zentral ist. Das blieb er auch, als Begriff, bei Luhmann, nur hat er das später anders formuliert, wohl weil der Term 'Lebenswelt' derartig besetzt war.
"Aktuosität", als "ruhiges Hervorgehen ihrer selbst." - Hegels Begriff zur Erschließung dessen, was man in anderen Kontexten différance nennen würde, oder eben: Autopoiesis. (LvW, 394)
Dazu vielleicht passend: Nach Luhmann startete "Staatsräson" als Formel, um das eigentlich Ausgeschlossene doch noch einzuschließen, die Ausnahme, die Verletzung des Prinzips des Rechts. Ausgerechnet das zum 'Leitprinzip' eines ganzen Selbstverständnisses zu machen...
Lese gerade Hans Friedrich Fulda, und seine Begriff(sbestimmung) als Form erinnert mich an @imtunnel.bsky.social: "Das Auswechseln des Gegenbegriffs, die sogenannte antonym substitution, ist für die Bestimmung des Begriffs, um den es geht, von entscheidender Bedeutung."
Zum blinden Fleck des heute problematisierten Gebrauchs Metapher des blinden Flecks immer noch brauchbar: Günter Schultes Luhmann-Beobachtung (1993).