Peter Walter
@peterwalter
Jurist Mitglied des Bundesvorstandes @neuerichter.bsky.social Privataccount
Ich hätte da ja noch viele Fragen, was genau ein*e Gefährder*in ist, ob der Begriff nicht gesetzlich geregelt sein müsste, um daran polizeiliche Maßnahmen zu knüpfen, ob es Möglichkeiten gibt, sich gegen das Label zu wehren, wie wohl eine autoritäre Administration in nutzen könnte, …
Der Bundesgerichtshof ist insoweit angenehm klar (Beschluss vom 24.4.2024 - 5 StR 21/24)👇
Wichtiger Gedenktag, aber über den Text des Plakates - »mitten unter uns« - bin ich angesichts der Drogengebrauchende von dort verdrängenden Stigmatisierung und Kriminalisierung gestolpert.
Das ist § 2 des Ortsgesetzes über die öffentliche Ordnung der Stadtgemeinde Bremen, eine in vielerlei Hinsicht höchst problematische Norm. 1/4
Wie bitte? Scharfschützen? Alternatividee: Vielleicht mal die repressive Drogenpolitik insgesamt überdenken.
»Müssen aufgrund der anhaltenden Trockenheit demnächst weitere Flusskreuzfahrten ihre Route ändern oder drohen sogar Flusskreuzfahrten in Deutschland auszufallen?« Den großen Fragen zu Hitze und Dürre auf der Spur. www.rnd.de/reise/pegels...
»Wer rettet, wird verfolgt. Wer Gewalt ausübt, wird von der EU unterstützt.« Sehr guter, die Absurdität der Abschottungspolitik darstellender Kommentar von @juliawinkler.bsky.social. www.rnd.de/politik/seen...
Auch beim Kochen einfallslos, die Giffey. Für das, was da auf den Tellern liegt, tut es jedes alte Kochbuch und da haben die Berliner*innen ja ein reiches Angebot.
Die Streitschrift ist wirklich lesenswert. Schade, dass er in seiner politisch aktiven Zeit die aus den Erfahrungen als Oberbürgermeister Münchens resultierenden Ideen nicht umgesetzt bekommen hat. Die heutige SPD wird das gedankliche Erbe sicher nicht antreten.
Übersicht betreffend die Steigerungen der Angebotsmieten 1. Quartal 2026 gegenüber 1. Quartal 2016 aus der Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).
Die Studie des Robert Koch-Instituts darf auf keinen Fall unbeachtet bleiben. Sie weist bezüglich der Folgen der Kriminalisierung der Konsument*innen von Betäubungsmitteln deutlich über den Strafvollzug und dessen spezifische Bedingungen hinaus.
Heute begonnen, „Der Würfelbecher“ von Max Jacob zu lesen. Prosagedichte von 1917, aber gleich das Vorwort könnte kaum aktueller sein: »Der Mensch selbst, das ist seine Sprache, seine Art zu empfinden (sensibilité); man hat recht zu sagen: Drücken Sie sich mit Ihren eigenen Worten aus.«
In der Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts wird ausgeführt: 5/7
Gut nachvollziehbar insbesondere für die Feststellung einer verfassungsfeindlichen Gesinnung auf das äußere Verhalten und den dadurch gesetzten Anschein zu schauen. 2/7
Wie lange wird das jetzt bitteschön und mit welchem Erfolg nochmal probiert und warum stellt keine*r mal diese Frage?
„Pflichtlektüre für Politiker und Drogenbeauftragte“ schrieb die FAZ 2023 und ich würde ergänzen: auch für Jurist*innen, zumindest all jene, die intensiv mit dem Strafrecht befasst sind. Die Geschichte der Entwicklung zum heutigen Zustand unter der Geltung des BtMG ist ungemein interessant.
Die Gründe, weshalb es zum Fahren ohne Fahrschein kommt: Angewiesensein auf den öffentlichen Personennahverkehr, nicht auskömmliche Sozialleistungen, miese Bewilligungspraxis, … oder zusammenfassend und ganz allgemein die Vorenthaltung der Teilhabe beim Grundbedürfnis nach Mobilität. (3/4)
Belegt der Rest des Artikels. Fahren ohne Fahrschein, Musterbeispiel eines Armutsdelikts, bringt materiell Schwachen formal zwar auch nur eine Geldstrafe, aber sie können diese häufig nicht zahlen und landen per Ersatzfreiheitsstrafe im Knast. (2/4)
68 Wohnungen in zentralster Lage Bremens lässt die Eigentümerin, der Versicherungskonzern Swiss Life, seit bald 6 Jahren leerstehen. Die Bremer Bausenatorin, hält es für eine konsequente Rechtsanwendung, jetzt dann doch vielleicht mal ein Zwangsgeld anzudrohen.
Veranstaltungstipp für alle Bremer*innen: Gefahr von Rechts: Wie verwundbar ist die Justiz? Vorstellung der Ergebnisse des Justiz-Projekts des @verfassungsblog.de am 2.6.2026 um 19 Uhr im DGB-Haus.
Bremen am Limit im Kampf gegen Linksextremismus. Beim Thema Morde von Rechtsextremist*innen Mitarbeiter*innen des Verfassungsschutzes auf dem Podium inakzeptabel zu finden ist so derbe krass, macht einen Hinweis auf die freiheitlich demokratische Grundordnung quasi unabdingbar.
Theoretisch finden sie Klimaschutz sicher ganz wichtig, Inlandsflüge überhaupt nicht gut, aber hey Lufhansa, Bremen - Frankfurt, dass darf doch nicht vorbei sein, …
Maßgeblich für den Rückgang wird primär sein, dass mit Wirkung vom 1.2.2024 durch Änderung des § 43 S. 2 StGB für die seither verhängten Geldstrafen gilt, dass durch einen Tag Freiheitsstrafe nicht mehr nur ein Tagessatz, sondern zwei Tagessätze erledigt werden. (2/3)
Eigentum verpflichtet realiter irgendwie zu so gar nichts. 13.650 leerstehende Wohnungen im Jahr 2022, 4.825 davon seit über einem Jahr, aber die Bremer Baubehörde mit samtenen Handschuhen so:👇
Wichtige Datenerhebungen zu „offenen Drogenszenen“, der sozialen und gesundheitlichen Situation der Konsument*innen und differenzierte Folgerungen abseits der menschenfeindlich verhetzten Rufe nach Strafe, Härte und Wegsperren. Dringende Hörempfehlung!
„Alle Träume von körperlicher Gewalt, von physiologischer Angst, ließ ich unberücksichtigt, auch die extremsten.“ Und gleichwohl entsteht auf ungewöhnlicher Grundlage ein Bild der Wirklichkeit totalitärer Herrschaft. Angestoßen durch den nachstehenden Post nochmals gelesen, erneut mit Gewinn.
Unabhängig vom Parteibuch ist dem Amt d. Innenminister*in bezüglich der Polizei institutionelle Realitätsverweigerung eigen.