Tobias Orfgen
@tobias-o
Literaturwissenschaftler | Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Siegen Dissertationsprojekt zu aisthetischen Registern und ästhetischen Kategorien in der zeitgenössischen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur er/ihm
Siegfried Unseld 1966: "das Interesse an deutscher Literatur [ist] in Amerika ungemein groß, und es ist weiter im Wachsen"
Eine deutsche Biografie. Helmut Patschke während NS-Diktatur Umbenennung in H. Reinhard SS-Sturmbannführer-Karriere Beteiligung an Deportationen 1945 Rückbenennung zu Patschke Frau lässt ihn 1951 unter NS-Namen für tot erklären sie heiraten erneut unter alten Namen Verkaufsleiter des Nomos-Verlags
Eine auf mehreren Ebenen sehr lesenswerte Rezension Marie Schmidts zu Matthias Nawrats "Das glückliche Schicksal" (Rowohlt). Der Form und des Stils der Rezension, der Beobachtung literaturkritischer Wertmaßstäbe, des Romans wegen. (tolle Zeitungsseite auch) (www.sueddeutsche.de/kultur/matth...)
Hamburg :( (Das "Abenteuer" dreht sich um eine "hübsche kleine Bleistiftspitzmaschine" 🥹.) [Die Finderehre gebührt einem Studenten eines Seminars eines Kollegen.]
Er ließ da die Formentor-Preis-Veranstaltung (nach der Preisverleihung) hochgehen. "Bevor das verblüffte Publikum [...] sich am kalten Buffet stärken konnte", "rückte Vorjahres-Preisträger und Preisrichter Uwe Johnson noch einmal das Mikrofon zurecht". "In akkuratem Englisch erklärte [...] Johnson":
Rudolf Augstein plante 1962 mit dem "sündhafte[n] Geld", das mit dem SPIEGEL verdient werde — "damit wollte er einmal etwas Vernünftiges machen" —, eine "Literatur-Zeitung": 50.000 Stück, 14tägig, dann wöchentlich, im Umfang von 20-32 Seiten, zu "aktuelle Gegenstände[n]" und "Strukturkritik".
Zeitreisemaschiene RE (jetzt versteh ich auch das grüne Schild richtig)
Das hört sich klasse an. Angelika Meier (2026): "Feierabend eines Fauns". Zürich: Diaphanes. Rezension: www.faz.net/aktuell/feui...
Dass Kohl kurz nach seiner Wahl Brandt anrief, ihn um Zustimmung für ein neues Porträt für die 'Galerie der Kanzler' bat, ist ja wirklich lächerlich (wenn auch wenig überraschend). Es falle zu sehr aus dem Rahmen. Das von Brandt geschätzte (links) wurde ersetzt durch ein, finde ich, öd hässliches G.
Von Fiona Sironic ("Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft") gibt es eine Art Haraway-Comic. www.degruyterbrill.com/de/document/...
Verurteile die Glättung des Metzler-Pferdes zutiefst. (inkl. der Ziffern) Das alte ist ein liebes, nettes, hübsches Pferdlein. Dem neuem ist alles egal (keine Augen) und spießt dich mit Vorderhufen auf (wie hässlich ist die Biegung der Vorderbeine); und was ist mit seinem Rumpf und Schweif passiert?
Das Unbehagen an den Fotografien seiner selbst; Uwe Johnson sollte für den Suhrkamp-Stand auf seiner ersten Buchmesse in Westdeutschland 1959 Bilder anfertigen lassen. "Zu den Bildern habe ich zu sagen: ich kann nichts dafür. Viele Leute lachen ja auf der Strasse. [...] Wirklich, es ist schlimm." :)
Für Rainald Goetz' "Abfall für Alle", 850 Seiten Broschur, musste man 1999 50 DM hinlegen. (aus dem Prospekt für das Herbstprogramm des Jahres)
Das Zitat bei Maci ist aus diesem Gedicht. Unter den gegenwärtigen und postdigitalen Zuständen ergeben sich für den Text nochmal ganz andere Deutungen und Erfahrungen als 1967.