Tobias Becker
@tobiasbecker
historian & curator | author of “Yesterday: A New History of Nostalgia”
Ein ehemaliger Chefökonom der Bundesbank diagnostiziert “DDR-Nostalgie”. Schuld ist eine “linkslastige ‘Gedächtniskultur’” und die “von einem Teil der Medien” gefeierte “Die Linke”, die… (1/5)
“Damit musste der Umweltetat erheblich mehr bluten als der Gesamthaushalt der Mobilitäts- und Umweltsenatorin. Die CDU rechtfertigte diese Entscheidung mit dem Argument, unter der rot-grün-roten Vorgängerregierung sei das Umweltbudget über Gebühr aufgebläht worden.” (Berliner Morgenpost)
Mir gegenüber im Zug liest jemand die “Preußische Allgemeine Zeitung” und erfreut stelle ich fest, dass es in “Preußen” im Sommer offensichtlich immer noch angenehme 25 Grad hat und die Grünen die Regierung stellen.
Berlin: Die Zahl der jungen Verkehrsunfallopfer steigt. Auch Berlin: auf keinen Fall Fahrradwege!
Literatur: Jane Rogoyska, Hotel Exile: Paris in the Shadow of War. Uwe Neumahr, Die Buchhandlung der Exilanten: Paris 1940 - Zuflucht und Widerstand. Uwe Wittstock, Marseille 1940: Die große Flucht der Literatur. www.degruyterbrill.com/de/document/... link.springer.com/chapter/10.1...
10 Rue Dombasle Ein weiteres Exilanten-Hotel. Hier wohnten u.a. Walter Benjamin und Arthur Koestler.
5 Sq. Henri Delormel Wohnort der Familie von Alfred Döblin. Seit 2007 gibt es eine Gedenktafel, die sogar mit Blumen der Bürgermeisterei geschmückt war.
65 Bd Arago In der Cité fleurie war von 1934 bis 1939 die Deutsche Freiheitsbibliothek zu finden, die vom NS-Regime verbotene Bücher sammelte. (Eine Gedenktafel, die es geben soll, konnte ich nicht finden, da man das Gelände nicht betreten kann.)
45 Bd Raspail, Hôtel Lutetia In diesem Hotel trafen sich in den Jahren 1935 bis 1937 Vertreter des deutschen Widerstands im Exil unter dem Vorsitz des Schriftstellers Heinrich Mann, um eine Volksfront gegen den Nationalsozialismus aufzubauen.
65 Rue des Saints-Pères, Hotel des Saints-Pères Erika und Klaus Mann wohnten hier regelmäßig in den 1930er Jahren.
6, rue de Tournon Letzter Wohnsitz von Joseph Roth, der, während die Welt zugrunde ging, sich hier zu Tode trank und immer noch besser Prosa schrieb als irgendjemand in Deutschland zu dieser Zeit.
2 Rue de l'Odéon Hier befanden sich die “Buchhandlungen der Exilanten” La Maison des Amis des Livres und Shakespeare and Company, geführt von Adirenne Monnier und Sylvia Beach respektive.
11 Rue Toullier Ehemaliges Hotel, in dem 1902 Rilke in den 1930er Jahren Rudolf Leonhard, Hans Natonek und Lou Straus-Ernst.
24 Rue Saint-Victor, Maison de la Mutualité 1935 wurde hier der erste Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur abgehalten unter Beteiligung von Brecht, H. Mann, Seghers, Toller, Feuchtwanger, Kisch.
Auf den Spuren deutscher Exilierter durch Paris (links der Seine).
L'historian combatant. Vor einem Monat wurde Marc Bloch als der erste Historiker überhaupt ins Panthéon aufgenommen. Deshalb ist dort gerade eine kleine Ausstellung zu sehen. 1944 wurde er als Widerstandskämpfer von den deutschen Besatzern ermordet. www.paris-pantheon.fr/agenda/marc-...
Die einzige Erinnerung, die diese Proust-Madeleines wachrufen, ist die an die Allmacht eines Kapitalismus, der aus allem Kapital zu schlagen versteht.
Freue mich darauf, mein neues Projekt zu Exil-Autobiographien im Kolloquium zur Geschichte der Neuzeit an der Universität Münster vorstellen zu dürfen!
„Sparen im Bildungssystem ist am Ende immer das teuerste Sparen für den Staat."
Große Freude: im September erscheint mein neues Buch, eine deutsch-deutsche Geschichte der Nostalgie, bei @suhrkamp.de. Mehr zum Buch hier: www.suhrkamp.de/buch/tobias-...
"Hochstapelei: Eine Kulturgeschichte der Täuschung im 20. Jahrhundert" erscheint im Herbst im @verbrecherverlag.bsky.social , herausgegeben von Michael Homberg, Thomas Werneke und mir und basierend auf unserem Workshop am @zzfpotsdam.bsky.social. www.verbrecherverlag.de/shop/18184/
Interview im Tagesspiegel: Die @stabiberlin.bsky.social Potsdamer Straße schließt ab 2030 für elf— voraussichtlich aber mehr—Jahre. Für die 1.200-1.500 täglichen Nutzenden gibt es kein Ausweichquartier. Siehe auch: www.deutschlandfunk.de/berliner-sta...
Berlin is torching its universities. After a terrific show yesterday, @udkberlin.bsky.social musical theatre students protested against cutbacks. They’re about to loose one chair and forty percent of their project budget. It’s the same story everywhere. Invest in people instead of in AI.
And to be teaching courses on the post-history of National Socialism and digital history as well as lecturing on the history of popular culture in Europe since 1800.
Debuted as game show contestant at the Investigative Arts Festival this weekend. koerber-stiftung.de/projekte/eco...
Die aktuelle Ausgabe von ZDF #aspekte zu "#Nostalgie: Sehnsucht nach dem einfachen Leben" enthält auch ein Interview mit mir zum Thema im Saloon von Old Texas Town Spandau. Meine Geschichte der Nostalgie in Deutschland erscheint nächstes Jahr im @suhrkamp.de. www.zdf.de/play/reporta...
Seltsam, dass die FAZ, die sonst gegen jede „Sprachpolizei“ zu Felde zieht, sich beim Wort „bullshit“ („Fäkalsprache“) auf einmal so zart besaitet zeigt. Wie soll man das anders nennen als „bullshit“? Leseempfehlung:
Schriebe Kafka heute „Das Schloss“, er schriebe es vielleicht über die @stabiberlin.bsky.social, die zwar viele Spinde, nur kaum benutzbare hat. Wer mal kein eigenes Schloss dabei hat, ist aufgeschmissen. Neulich mussten Nutzende auch ihre eigene Seife mitbringen, weil es tagelang keine gab.