Der Mützenmann
@muetzeontour
Alternative Traveller, Adventurist, Metalhead and Blogger. On the road for mental health. Accompanied by my dog Lotte. Never give up! 🇩🇪
Da ist man in Augsburg an einem Regentag und möchte die Puppenkiste bestaunen, hat die Ruhetag. Was ein Reinfall. Dann schlendert man eben durch die Stadt und wirft einen Blick auf die vielen Brunnen.
Nicht der Lech, es ist die Donau auf dem Foto. Heißt das jetzt, dass ich die Etappe früher beendet habe? Nein! Ich bin in Augsburg. Seit gut 2 Stunden bin ich in der Fuggerstadt. Nicht ganz 90 Kilometer habe ich heute mein Fahrrad bewegt. Das wird eine selige Nacht für mich.
Na? Haben wir die Beschilderung übersehen und sind an einem Ort angekommen, wo wir eigentlich nicht hätten sein sollen? - Möglicherweise.
Knapp einen Kilometer noch, dann habe ich Harburg in Schwaben an den Ufern der Wörnitz erreicht. Zur Stadt Donauwörth sind es noch circa 15 Kilometer und bis nach Augsburg etwa 65 Kilometer. Mal gucken, wann ich heute die Fuggerstadt erreiche.
1/2 „Du riechst nach Festival!“ - Die bisher freundlichste Art mir zu sagen, dass ich stinke. In den vergangenen Tagen hatten „wir“ wieder die Diskussion auf dem Campingplatz. Jemand meinte, dass er duschen gehen möchte, worauf man im hörbaren Umkreis der Aussage lautstark das …
1/2 Auf einsamen Wegen geht es die Wörnitz entlang. Ich hätte gedacht, dass bei diesem Wetter mehr Menschen auf der Straße unterwegs sind. Aber wahrscheinlich ist es denen noch zu warm.
Ein Grund, warum ich so begeistert bin vom Süden der Republik. Die üppigen Brotzeiten mit den immer wieder variierenden Köstlichkeiten der lokalen Region. Besonders wenn man langsam unterwegs ist, hat man viele, viele kleinere Veränderungen in der „Zusammensetzung“.
1/2 Die Lücken auf den Campingwiesen werden langsam immer größer. 4 Tage Krawall bei Gluthitze beim #summerbreeze sind zu Ende.
Heavysaurus „krawallt“ fröhlich über die Bühne beim Summer Breeze. Der letzte Festivaltag ist eingeläutet. Einmal noch alles geben. Morgen geht es dann mit dem Fahrrad zurück in den Norden.
Die Bands geben auf den Bühnen alles, während sich die Besucher um jeden kleinen Fitzel Schatten „kloppen“. Ich weiß gar nicht wie viele Liter Flüssigkeit ich mir schon einverleibt habe. Die Temperaturen sind gerade etwas unwirklich.
Extrablatt! Große Katastrophe! Der Festival-Geist „Hui“ hat seinen Kumpel „Buu“ verloren. Hoffen wir mal, dass er ihn zeitnah wieder findet.
Bevor es am Abend vor die Bühne beim Summer Breeze geht und der Kopf geschüttelt wird, wurde der Tag ausgiebig genutzt und die nähere Umgebung erkundet. Dabei ging es ein Stück am Flussradweg der Wörnitz entlang. Alles in allem ein schöner Tag mit vielen landschaftlichen Eindrücken.
1/2 Es wird hell. Nicht mehr lange und die Sonne schiebt sich hinterm Horizont hervor. Das Leben „muss“ weitergehen.
Liebe Mitmenschen, Liebe Internet-Gemeinschaft! Ich möchte Danke sagen. Danke, für diese unglaublich große Anteilnahme von euch allen, für Lottes Abschied. Ich hätte selbst nicht geglaubt, dass diese Reaktion so gewaltig ausfallen würde. Nochmal: Danke! Danke euch allen!
1/6 »Liebe Leute. Wenn ihr das hier seht, dann habe ich es nicht geschafft. Mein Herrchen stand vor der schweren Entscheidung, mich gehen zu lassen. Es ging alles so, so schnell. Nun ist aller Schmerz meinem Körper entwichen und ich bin an einem besseren Ort.
1/3 Eine letzte Wortmeldung. Ihr habt Lotte und mich so lange begleitet und unterstützt, dass ich es nach kurzer Überlegung nur fair finde, dass ihr zumindest wisst, was gerade Sache ist.
1/2 Ich ziehe mich für ein paar Tage von den sozialen Netzwerken zurück. Lotte hat Probleme und wir wissen nicht, was das ist. Vergangenen Freitag sah es noch nach Besserung aus. Seit Gestern ist Achterbahn.
1/8 »Ich könnte das nicht, was du gemacht hast.« - »Ich hätte nicht den Mut dazu.« - Zwei Sätze, die ich immer mal wieder zu hören bekomme und ich finde es wirklich schade, dass Menschen sich mit diesen Aussagen selbst »einschränken«.
1/2 In meinem letzten Beitrag habe ich euch vom Glas voller kleiner positiver Geschichten erzählt. Für mich war es heute die kleinen Runden mit Lotte. Der Wind um die Nase. Das klimpern von Lottes Hundermarke.
4/4 ... um ein vielfaches besser ist. Sie nicht mehr wie ein Häufchen Elend auf ihrem Sofa im Keller liegt. Ihre Reaktionen wesentlich fröhlicher sind, wenn man sie anspricht. Und ehe man sich versieht, hat man über das Jahr verteilt Hunderte dieser kleinen Geschichten.
3/4 ... aufgeschriebenen Momente. Beispiel: Wie ein Admiral sich auf einem Pfosten niedergelassen hat und er so lange dort verweilte, dass ich ein Foto von ihm machen konnte. Oder etwas vom heutigen Tag: Dass Lottes Körpersprache zum Vortag ...
1/3 Manchmal spuckt einem das Leben auf unfaire Weise in die Suppe. Eigentlich sollte es für Lotte und mich morgen nach Bayern gehen. 130 Jahre Feuerwehr Pilsach. Besonders auf den großen Festumzug am Sonntag habe ich mich gefreut.
Ein nasser Bauch, ein kräftiger Schluck Wasser. So macht das Spazieren Spaß. Die Gesanken können sich entfalten und in neue Regionen vorstoßen. Und manchmal bekommt man dadurch eine völlig neue Idee, wie man sich seinen Problemchen stellen kann. Alles was nötig ist, ist etwas Zeit und Ruhe.
1/3 Was mir in den letzten Wochen und Monaten aufgefallen ist, wie schnell Lotte ihr Laufverhalten in der Heimat verändert hat. Die Zeiten, dass sie vorne weg läuft scheinen vorbei. Sie trottet heute gemächlich hinterher und braucht auch sonst etwas länger.
Alle Antennen auf Empfang. Es raschelt und knistert in der Uferböschung. Man kann sogar den Halm heraus deuten, an welchem geknabbert wird. Aber den Verursacher kann man nicht sehen. Skandalös!
„Um … excuse me. I would like to cross the road to get to the other patch of grass, where I can hide again.“ Someone didn’t pay much attention and ran right into me. Luckily for this little guy I just wanted a picture.
1/4 Die Hallenbadsaison ist eröffnet. Insgesamt durfte ich mich 4 Mal mit dem Szenario in fast 5 Jahren Wanderung herumschlagen. Unterm Strich ist es verdammt wenig, dass ich wirklich Nass geworden bin. Wenn man mich dann fragt, ...
1/2 Der "Lotte-Borito". Wenn die Nächte kalt wurden und wir draußen geschlafen haben. Einzig die Nasenspitze hat herausgeschaut. Nachts musste man ein oder zwei mal nachschauen, ob Lotte sich frei gewühlt hat. Aber dann hat man sie wieder eingepackt.
1/2 Manchmal ist es zu schön um wahr zu sein. Der eingeschlagene Weg. Das Vorwärtskommen. Man fühlt sich unbezwingbar und dann setzt einem das Leben Treppen vor die Nase. Dann stellt sich die Frage: Umdrehen oder alles einzeln über das Hindernis tragen?
1/14 Hallo, zusammen! Soll ich nochmal einen Crashkurs über Mütze on Tour bzw. Lottes und meiner Europawanderung abhalten? Ja? - Auf dann!