Thomas Mosch 🦉
@rakkox
❤️ Rare books, 1920‘s art, Jewish history & Japanese lifestyle. Antifa, of course. Besides that world's biggest Buster Keaton fan. ⚽️ #SGE. Will move to Stromboli 🌋 in 2032. 🏡 Berlin-Wannsee 🏢 Cologne #fcknzs #fckantisemitism www.rakkox.com
Fast noch schöner: Wenn es nach Verlängerung noch unentschieden steht, wird das WM-Finale einfach zwei Tage später wiederholt.
Es ist durchaus bezeichnend, dass in einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung über die finanzielle Entschädigung polnischer NS-Opfer der Warschauer Aufstand von 1944 mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto von 1943 verwechselt wird.
Möglicherweise schwärme ich gerade ein wenig für die Autorin Katja Petrowskaja, der ich heute Abend im Garten des Literarischen Colloquiums am Wannsee zuhören durfte.
Es gab mal eine Zeit, da saßen wir in Cafés, lasen schwermütige Bücher und schrieben uns lange Briefe. Schön war das.
Nur drei Minuten bleiben mir in Hannover, doch mit fliegenden Rockschößen erreiche ich so eben noch den ICE 851 nach Berlin. - Sehnsucht nach einem großen Kaffee aus dem Bordbistro, den mir Minuten später eine mitfühlende Seele serviert.
Nach wenigen unruhig verdösten Stunden im Nachtzug erschrocken aufgewacht. Habe ich etwa Hannover verschlafen? Doch der müde Blick aus dem Fenster fällt noch auf ein Märchenland im Frühnebel kurz hinter Göttingen.
Auf dem Bahnhof in Offenburg ist es kurz vor Mitternacht noch immer 26° C. Die Zikaden zirpen lauter als bei Wim Wenders in „Paris, Texas“. Gegenüber hat noch das „Nazar Grill & Kebap Haus“ geöffnet und verkauft mir ein eiskaltes lokales „Ketterer Pils“.
Jetzt wird es doch noch abenteuerlich: überraschend starke Polizeikontrolle beim Verlassen des Busses auf deutscher Seite. Beruhigenderweise werde ich auch kontrolliert und nicht nur die beiden Ghanaer, mit denen ich während der Fahrt über die WM diskutierte.
Weiter geht’s im Bus über den Rhein: Schienenersatzverkehr zwischen Straßburg und Kehl. - Der Fahrer nimmt mich für lau mit und legt während der 20-minütigen Fahrt „Japanese Whispers“ von The Cure auf.
Und wieder ein Mikroabenteuer: In CDG erfahre ich, dass mein Flug gecancelt ist. Ersatzflug in 24 Stunden - indiskutabel. Also Nachtzug es gibt eine Verbindung nach Wannsee mit fünfmal Umsteigen - also los! Erste Etappe: mit dem TGV durch Lorraine und Alsace nach Strasbourg.
Ich liebe es, wenn die Menschen aus Schleswig-Holstein ihrer Begeisterung so unverstellt Ausdruck verleihen.
Tyrrhenische Mauereidechse, eine endemische Art Sardiniens und Korsikas.
Vor Caprera im La-Maddalena-Archipel für die Nacht vor Anker liegen und in der Abendsonne „Die Schatzinsel“ lesen. Wunderbare Sentimentalität aus Kindertagen.
Erste Nacht an Bord der Mahsa in der Marina de Portisco im Nordwesten Sardiniens. Wie klein eine 41-Fuß-Yacht werden kann, wenn fünf Leute an Bord sind.
Ohh - auf meinem Girokonto liegt aktuell mehr Penunse als auf dem von Donald Trumps "Friedensrat".
Ich lese endlich die zur Leipziger Buchmesse erschienene Literaturbeilage der @juedischeonline.bsky.social. Nach jeder Besprechung denke ich: „Das musst Du unbedingt kaufen und lesen.“ —— Nein, das ist nicht großartig. Das ist deprimierend.
Klöckner ist bitte was? - Und um die Frage zu beantworten: aber sicher!
Ich habe die günstigen Ausgaben von Zweitausendeins gekauft, dann die Bibliothek Suhrkamp (okay, keine klassischen Taschenbücher), und dann noch die von Rotbuch (s.u.) und später die von Haffmans.
Wieder mal ein Glücksfund, diesmal auf einem Steglitzer Trödelmarkt für gerade einmal 1,50 Euro: ein Widmungsexemplar mit eigenhändiger Zeichnung des französischen Surrealisten Roland Topor (diese werden üblicherweise vierstellig gehandelt).
Zum Abschluss der Veranstaltung dann 1 Sido und 1 Benjamin von Stuckrad-Barre im dialogue grotesque. Worth the time!