Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
@buchenwald-dora
Historisch-politische Bildung zur Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen sowie zu den sowjetischen Speziallagern und zur Erinnerungskultur
Wir erinnern an einen Teilnehmer der 14. Tour de France: 1920 startet der belgische Radrennfahrer Alfred Mottard das Rennen, muss aber nach einem Sturz auf der ersten Etappe aufgeben. 1944 deportiert ihn die Gestapo ins KZ Buchenwald, später nach Mittelbau-Dora. Dort stirbt er am 24. Januar 1945.
Aleksandra Lawrik wird 1943 von der Gestapo verhaftet und muss im KZ-Außenlager Wolfen für die I.G. Farben arbeiten. Die Dämpfe zerstören ihre Lunge, Aufseherinnen misshandeln sie. Sie überlebt, flieht 1945 – und wird nach ihrer Rückkehr erneut verfolgt.
1934 verweigert Martin Gauger den Treueeid auf Hitler und verliert seine juristische Karriere im Staatsdienst. Der Pazifist engagiert sich in der kirchlichen Opposition, flieht 1940 vor der Einberufung und wird verhaftet. 1941 ermordet ihn die SS in Pirna-Sonnenstein.
Ende Februar 1945 erreicht Piotr Korschunkow, Angehöriger der roten Armee, völlig entkräftet das KZ-Außenlager Leipzig-Thekla. Als die SS das Lager räumt, sperrt sie ihn mit über 300 Kranken in eine Baracke und zündet sie an. Er überlebt mit letzter Kraft; über 200 Mithäftlinge sterben.
André Bach verlor im Ersten Weltkrieg seinen linken Arm – und fand im Radsport neue Kraft. In Pau arbeitete er als Journalist, fuhr weiter über die Pyrenäenpässe und engagierte sich in der Résistance. 1944 wurde er nach Buchenwald deportiert. Kurz nach seiner Befreiung starb er im Mai 1945.
Der Europapokal der Nationalmannschaften, Vorläufer der heutigen EM, trug von 1955 bis 1960 den Namen Josef Gerös. Der Wiener Jurist und Fußballfunktionär überlebte die NS-Verfolgung, wirkte nach 1945 als Justizminister, ÖFB-Präsident und UEFA-Vizepräsident und starb 1954 in Wien.
Miguel Estève floh 1939 vor der Franco-Diktatur nach Frankreich und wurde Fußballer beim FC Grenoble. 1943 verhafteten ihn die deutschen Besatzer nach einer Gedenkveranstaltung. Über Compiègne kam er nach Buchenwald, später nach Neuengamme. Er überlebte und blieb in Frankreich.
Eugène Maës war einst ein Star des französischen Fußballs: Nationalspieler, Kopfballstürmer, 15 Tore in 11 Länderspielen. 1943 verhaftete ihn die Gestapo wegen „antideutscher Äußerungen“. Nach Haft in den KZ Buchenwald und Dora kam er nach Ellrich. Seit März 1945 gilt er als verschollen.
Pawel Lysenko kommt 1943 als sowjetischer Kriegsgefangener nach Buchenwald. Wegen seiner Chemiekenntnisse stellt er für den Lagerwiderstand Sprengstoff her und baut Granaten. Nach der Flucht von einem Todesmarsch befreit er mit der Roten Armee Prag. Später wird er Chemie-Dozent in der Sowjetunion.
Rudolf Brazda erlebt 1933 in Meuselwitz seine erste große Liebe. 1937 wird er wegen Homosexualität verhaftet, 1942 nach Buchenwald deportiert. Drei Kapos retten ihm dort das Leben. Nach der Befreiung geht er nach Frankreich. Rehabilitiert wird er erst 2002. Er stirbt 2011 in Batzenheim.
Henri Manhès, früher Verlagsmanager und Journalist, wird ab 1940 wichtiger Vertreter de Gaulles im besetzten Frankreich. 1943 nach Buchenwald deportiert, eint er mit Marcel Paul französische Häftlinge, gründet ein Hilfskomitee und eine Befreiungsbrigade. Später wird er Staatssekretär.
Mirjana Gross (1922–2012), jüdische Kroatin und Historikerin, wurde 1943 verhaftet und über Graz nach Buchenwald, dann Ravensbrück deportiert. Nach 1945 lehrte und forschte sie in Zagreb und prägte mit Werken zur kroatischen Geschichte die Historiografie.
Heute vor 85 J. begann mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ein Vernichtungskrieg, dessen Folgen auch in #Buchenwald sichtbar wurden. Tausende sowjet. Kriegsgefangene wurden in das KZ verschleppt. Unser neues Dossier: 👉 https://buchenwald.pulse.ly/8pc4e5mj43 #SowjetischeKriegsgefangene
Heute vor 81 Jahren, am 8. Juni 1945, starb der französische Dichter und Widerstandskämpfer Robert Desnos in Theresienstadt – wenige Wochen nach der Befreiung. #RobertDesnos #Buchenwald #KZBuchenwald #Erinnerungskultur #NieWieder #Widerstand
Jorge Semprún, 1923 in Madrid geboren, war Résistance-Kämpfer, Buchenwald-Überlebender, Schriftsteller und spanischer Kulturminister. Seine Werke verarbeiten Deportation, Widerstand, Exil und kommunistische Vergangenheit. Er starb 2011 in Paris.
Die Ausstellung " #WerEinLebenRettet..." ist nun im Museum Flohburg in #Nordhausen. Zur Eröffnung stellte Projektleiter Günter Morsch sie vor. Bürgermeisterin Alexandra Rieger, Gedenkstättenleiter Andreas Froese und Museumsleiterin Susanne Hinsching begrüßten das Publikum. 📸Stadt NDH #MittelbauDora
Vor 81 Jahren stirbt Karl Plättner bei dem Versuch, in seine Heimatstadt Leipzig zurückzukehren. Die Folgen der Haft in den KZ Buchenwald, Majdanek, Auschwitz und Mauthausen töten ihn, bevor er ein neues Leben aufbauen kann.
Im Thüringer Landtag sagte T. Benninghaus (AfD): „In einigen Städten Thüringens werden auf Gehwegen sogar goldene Steine eingebaut, um an die Opfer der Kriege zu erinnern, während unsere traditionellen Gedenkstätten dem Vergessen preisgegeben sind.“ Mit „goldenen Steinen“ meinte er Stolpersteine.
Am Do., 28.5.2026 geht die landesweite Themenreihe "Fake History? Geschichtsmythen unter der Lupe" weiter: Dann spricht Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner im Forschungszentrum Gotha über Mythen zu Hermann Löns. Weitere Veranstaltungen: am 10.6. in Mühlhausen, am 15.6. in Bad Langensalza. 2/2
Beginn der Themenreihe „Fake History? Geschichtsmythen unter der Lupe“ von @stattmythen.bsky.social, @hist4dem.bsky.social und der Landeszentrale für polit. Bildung: In #Nordhausen sprach Andreas Froese, Leiter d. KZ-Gedenkstätte #MittelbauDora, zu Mythen der lokalen NS-Geschichte. t1p.de/91cwm 1/x
„Die Würde der menschlichen Persönlichkeit ist unantastbar. Die öffentliche Gewalt ist in allen ihren Erscheinungsformen verpflichtet, die Menschenwürde zu achten und zu schützen.” Auf Hermann Brill gehen diese Sätze des Verfassungskonvents zurück, die später umgewandelt im Grundgesetz stehen.
Ganz Paris schien an diesem 1. Mai 1945 auf den Beinen zu sein. Es war der erste Maifeiertag in Freiheit, nach dem Ende der deutschen Besatzung. Organisiert von der Arbeiterbewegung zogen Demonstrationszüge durch die Stadt. Lesen sie mehr:https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/pwsckxnyqo
Am Abend des 19. April 1945 fand in Buchenwald eine erste Trauerfeier für die Toten des KZ auf dem Appellplatz statt. Ein hölzerner Obelisk diente als provisorisches Denkmal. Er trug die Inschrift „K.L.B. 51.000“ – die geschätzte Zahl der Toten des KZ Buchenwald. #otd1945 #SchwurVonBuchenwald
Mit diesen Worten erinnerte Hape Kerkeling am 12. April bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald daran, dass Freiheit und Demokratie niemals selbstverständlich sind. #Buchenwald #Liberation #Befreiung #HapeKerkeling #Genkstätte
Die Begrüßungsrede unseres Stiftungsdirektors Jens-Christian Wagner zur Gedenkfeier anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald ist ab sofort in unserem Online-Magazin verfügbar: https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/1wkh8sdx6o #Buchenwald #81thliberation #NieWieder #Befreiung
Als Enkel eines Überlebenden fand Hape Kerkeling zum 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald eindringliche Worte über Verantwortung, Erinnerung und Menschlichkeit – und darüber, warum „Nie wieder“ mehr sein muss als ein Versprechen. https://stiftung-gedenkstaetten.pulse.ly/84rntfsxzp
Die Gedenkstätte Buchenwald trauert um Sol Lurie, einen Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager und Ehrenbürger der Stadt Weimar, der im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie und seinen Freund:innen.
Die wichtigsten Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora auf einen Blick. #81thLiberation #Befreiung #Buchenwald #Mittelbau-Dora Ddora
Mehr als 100000 Häftlinge, darunter über 23000 Frauen, drängten sich #otd1945 im Stammlager und den Außenlagern. Nach der Räumung von Auschwitz und Groß-Rosen war Buchenwald das größte noch existierende KZ. Steil angestiegen war auch die Zahl der Toten. https://buchenwald.pulse.ly/6cakxltcbb
Wochenlang hatten 500 Häftlinge des Konzentrationslagers #Buchenwald tief untertage Produktionshallen für BMW vorbereitet, in den Salzstollen geschlafen und gehungert. #otd1945 begann dann die Räumung des Außenlagers „Heinrich-Kalb“ im "Schacht III". https://buchenwald.pulse.ly/aadxvfndbf