Chaled Nahar
@chalednahar
Arbeitet bei der Sportschau und beim Deutschlandfunk
Dieser süße Machtkampf ist vergeblich. In acht Monaten findet die "Wahl" statt, die längst entschieden ist. Für eine Rebellion hätte man früher den Mund aufmachen und einen Gegenkandidaten aufbauen müssen. Jetzt ist klar: Infantino bleibt noch bis 2031 (falls dann noch die Amtszeitbegrenzung gilt).
Geradezu ikonisch bleibt das Bild, wie der Emir bei der WM-Vergabe 2010 zur Überraschung der meisten vom damaligen FIFA-Chef Blatter den WM-Pokal als Symbol der Gastgeberrolle 2022 bekam.
Heute wird es im Stadion eine Schweigeminute für den verstorbenen Emir von Katar geben. FIFA-Präsident Infantino reiste während der WM (!) nach Katar, um zu kondolieren und schrieb: "Today I feel Qatari."
Die FIFA hat hunderte Karten für das WM-Finale in den Verkauf gestellt. 32.970 US-Dollar kostet die beste Kategorie, 7.380 die "günstigste". Alles Originalpreis ohne Weiterverkaufsplattform, kein VIP-Bereich.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf äußert sich erneut, der Fall dürfe "nicht zu den Akten gelegt werden".
Sie haben drei Tage gebraucht, um das festzulegen. Die Konsequenz daraus ist ein enormer Zeitdruck zur Formulierung und Abarbeitung eines Einspruchs. Was soll da rauskommen?
Die FIFA-Disziplinarkommission nimmt Stellung und verteidigt die Entscheidung. 40.000 USD Geldstrafe gab es auch. Und zur UEFA: In den Ligen dort hätten ähnliche Entscheidungen keine "überschrittene rote Linie" bedeutet.
Kommentar von @benbest.bsky.social in den Tagesthemen. FIFA könne die Zweifel, die sie hat aufkommen lassen, nicht mehr einfangen. Zu Neuendorf: "Wer jahrelang schweigt, sollte sich nicht erst dann melden, wenn es zu spät ist."
Neu: Die FIFA-Berufungskammer weist einen Einspruch der Belgier als unzulässig zurück. Sie seien nicht am Verfahren beteiligt.
Das hier ist übrigens die FIFA-Disziplinarkommission. Die Mitglieder wurden vor einem Jahr beim Kongress in Paraguay gewählt.
US-Spieler Falorin Balogun bekam hierfür Rot - die Sperre wird jetzt "zur Bewährung" ausgesetzt. Schräge Entscheidung, wo doch ein Spiel Sperre obligatorisch ist.
Eine weitere interessante Personalie gibt es im letzten Absatz der DFB-Mitteilung
Ich rette gerade den deutschen Fußball, kann jemand bitte den Satz des Pythagoras vorbeibringen, wir sind gleich an der ersten Ecke.
FIFA-Schirichef Pierluigi Collina meldet sich allgemein zu Wort und spricht trotzdem fast konkret das Foul von Waldemar Anton an gegen Orlando Gill an. Kurz: Den Teams sei vorher mitgeteilt worden, dass solche Situationen abgepfiffen werden. Nagelsmann sprach von einem "Vollskandal".
Der Turnierbaum ist geviertelt. Die Top 4 der Weltrangliste (ARG, FRA, ESP, ENG) sind in vier Ecken, sie können erst im Halbfinale aufeinandertreffen. Alles andere war Auslosung nach Lostöpfen. In jedem Viertel stecken: - drei Gruppensieger - drei Gruppenzweite - zwei Gruppendritte
Entscheidende Frage: Aus welchen acht Gruppen kommen diese acht Teams? Bei zwölf Gruppen gibt es 495 unterschiedliche Kombinationen. Beispiel 1 aus der 18 Din-A4-Seiten langen Übersicht der FIFA: E, J, I, F, H, G, L, K. In diesem Fall bekäme Deutschland den Dritten aus Gruppe F - derzeit Schweden.
Es gibt eine Tabelle, in der nur die zwölf Gruppendritten drin sind. Die besten acht von ihnen erreichen das Sechzehntelfinale. Der Platz in der Rangliste spielt KEINE Rolle dabei, wer wo im Baum landet. Die aktuelle Übersicht, hier stets aktualisiert: www.sportschau.de/fussball/fif...
Der somalische Schiri Omar Artan, der nicht in die USA durfte, bekommt von der UEFA die Leitung des UEFA Super Cups zwischen PSG und Adtin Villa.
Die FIFA verändert den Ablauf bei den Hymnen. Bei der WM sollen auch die Ersatzspieler auf den Platz und beide Teams sich am Mittelkreis gegenüber stehen.
Deutschland zweimal in weiß und einmal in blau nach jetzigem Stand (Änderungen vorbehalten). Was immer zu beachten ist: Für Fans und Spieler mit Farbsehschwäche braucht es möglichst einen starken Kontrast hell gegen dunkel. Albtraumspiele sind rot gegen grün oder gelb gegen hellgrün.
Die WM-Kader sind offiziell bestätigt - jetzt rückt die FIFA gnadenlos alle zweiten Vornamen raus.
DFB und DFL waren unter Druck durch die Politik geraten. Sie sehen das Ergebnis weiter als Verhandlungserfolg, weil beispielsweise personalisierte Tickets abgewendet wurden. In einem Rundschreiben betonen sie weiter, dass es "keinen Automatismus" zum Stadionverbot geben werde.
Die schriftliche Begründung zum Urteil gegen Southampton zeigt: Trainer Eckert hat die Observierung von Middlesbrough dem Dokument zufolge selbst genehmigt.