Erhard Stackl
@erhards
Journalist und Buchautor. Interessiert an Nord- und Südamerika, Zentraleuropa, Medien, Zeitgeschichte & mehr. Likes/Reposts ≠ Zustimmung
From Oberwart to New York: Opus in der Trinkpause. (Screenshot: LiveisLife-Ticker, Der Standard)
Antifa ist wichtig. Dem um sich greifenden Rechtsextremismus intelligent, witzig, wirksam und stets gewaltfrei entgegen treten. - Romantisierende Fieberträume vom Straßenkampf à la „Keine Angst” halte ich für voll daneben.
Zum Match ENG-ARG: Ich halte Nationalismus für übel, aber auch Kolonialismus. Und da haben die Argentinier doch ein Argument. 1/2
Pat Oliphant, einer meiner liebsten US-Cartoonists, ist 90-jährig gestorben. Auf vielen seiner politischen Karikaturen war zusätzlich ein kleiner Pinguin zu sehen. Wem kommt das bekannt vor?
Kurz vor dem Halbfinale in der Fußball WM hat Spaniens konservativer Expremier Mariano Rajoy einen handfesten politischen Konflikt mit Frankreich ausgelöst, weil er erklärte, das französische Team spiele “ohne Franzosen”. Sogar Marine Le Pens Partei nannte das “rassistisch”.
Warum sind in Österreich mehr als ein Dutzend Straßen und Plätze Stefan Fadinger gewidmet? Näheres ist gerade jetzt auf Ö1 im „Diagonal“ über die Bauernkriege in OÖ zu hören. Die gewaltsame Rekatholisierung der protestantischen Bevölkerung hatte in Österreich Folgen bis heute. 1626/2026
Apple wurde gegründet, ZZ Top spielten als Vorgruppe der Rolling Stones, in der US Army konnten erstmals Frauen Offiziere werden. Bei Olympia in Montreal gewann Bruce (seit 2015 Caitlyn) Jenner den Zehnkampf. Am 1. August berichteten alle US-TV-Sender: In Wien ist die Reichsbrücke eingestürzt. 2/2
Am Wochenende feierten die USA ihr Semiquincentennial. Beim Bicentannial war ich dort. Das ist ein halbes Jahrhundert her! 1976 hatten die USA einen Hangover vom Vietnamkrieg, die Nation war im Übergang vom rechten Stolper-Präsidenten Gerald Ford zum Erdnussfarmer und Menschrechtler Jimmy Carter 1/2
Mein anspornender, aber zugleich beinhart professioneller NYT-Redakteur hieß Tom Brady, so, wie der American-Football-Star. Inzwischen sind beide „retired“ und nun schließt die NYT auch das Kapitel „International Weekly“ ab. 4/4
sollten auch eigene Beiträge geben. So war es für mich ein Höhepunkt meiner Arbeit, als ich ab 2010 selbst Gastkommentare auf Englisch für das IW verfassen und unter dem Logo der New York veröffentlichen durfte. (Schon vor 12 Jahren schrieb ich da: „Populisten ringen um Europas Zukunft.“) 3/4
Brasiliens Folha de São Paulo sowie weitere führende Zeitungen Lateinamerikas und Asiens – und erreichte ein Millionenpublikum. Ich war immer für solche Kooperationen, um eine internationale Öffentlichkeit herzustellen. Es ging mir dabei aber nie darum, bloß Texte anderer zu übernehmen, es 2/4
Heute erscheint „Der Standard“ zum letzten Mal mit dem „International Weekly“ der „New York Times“, die ihm mehr als 20 Jahre lang beilag. Die NYT stellt die Beilage in dieser Form ein. Auf dem Höhepunkt lag sie 34 internationalen Zeitungen bei – darunter The Observer, Le Figaro, Süddeutsche... 1/4
General Alfredo Stroessner, von 1954 bis 1989 Diktator im (sub-)tropischen Paraguay, soll einst dekretiert haben, dass der Wetterdienst keine Temperaturmeldung über 37 Grad veröffentlichen darf. (Gemeldeter Spitzenwert seither: 47 Grad.) Zitat-Übersetzung via ALT
Sein Werk über Pinochet und einen Nazi-Kriegsverbrecher in Chile habe ich vor einigen Monaten ausführlich besprochen. Link: lateinamerika-anders.org/themen/chile...
Der britische Autor Philippe Sands [Foto: otterbox] wird für seinen Einsatz für “Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts” mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2026 ausgezeichnet. Sein phänomenales Werk über Pinochet und einen Nazi-Verbrecher in Chile 1/2
In den USA wird Antifa strafrechtlich verfolgt. Länder wie Österreich wurden von der Antifa gegründet. Aus der Unabhängigkeitserklärung 1945:
Vor 50 Jahren platzte die Arena-Besetzung mit nachhaltiger Wirkung ins beschauliche Wien. Schon zum 30er schrieb ich einen "historischen" Nachruf. Link zu meiner Arena-Story "Als einen Sommer lang Freiheit war" (2006) www.derstandard.at/story/249206...
Interessant! Wurde die UNO nicht gerade noch totgesagt? Die USA und Iran wollen laut „Memorandum of Understanding“ ihren endgültigen Deal (wenn es dazu kommt) vom Sicherheitsrat verbindlich absegnen lassen. (Quelle: NYT)
Vor 50 Jahren, im Juli 1976, schrieb ich über die Wiener Arena eine profil-Coverstory, die für den renommierten Kulturjournalisten Horst Christoph Jahre später "die erste umfassende Hintergrundanalyse der Auseinandersetzung um den Arena-Schlachthof war". Titel: "Die Freiheit eines kurzen Sommers"
Unter den Lateinamerika-Korrespondenten, die für mich vorbildlich waren, rangierte Alan Riding weit oben. Während der Wiener Weltkonferenz über Menschenrechte im Juni 1993 lud ich ihn zum Plaudern in meine Wohnung ein. Er stellte sich vor meine Bücherwand und fragte: “Wo ist mein Buch?” 1/2