gruenhochvier
@gruenhochvier
Botanik, Stadtgrün und Stadtnatur in 300 Zeichen.
Ribes sanguineum, die Blut-Johannisbeere. Nicht von hier, sondern aus Nordamerika. Früchte sind essbar aber nicht aromatisch. Bei Vögeln deutlich beliebter. Braucht nährstoffreichen Boden und feuchte Erde.
Bryonia cretica, die Rot-Zaunrübe. Heimische, kletternde Staude, die bis zu vier Meter wachsen kann. Wichtige Pflanze für die Zaunrüben-Sandbiene. Früchte und Wurzeln sind giftig. Wächst am liebsten auf nährstoffreichen und kalkhaltigen Gartenböden.
Cotoneaster divaricatus, die sparrige Zwergmispel. Steht auf der Beobachtungsliste der invasiven Pflanzen, da sie sich mit Hilfe von Vögeln massiv ausbreitet und heimische Arten verdrängt. Sie wächst besonders gerne auf sonnigen Standorten und auf Trockenrasen.
Thuja plicata, der Riesen-Lebensbaum. Gehört zur Familie der Zypressengewächse und stammt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas. Dort wächst er in Gruppen mit anderen Nadelbaumgattungen. Warum auch immer, war er früher eine beliebte Heckenpflanze. Wird u.a. für den Bau von Booten verwendet.
Achillea ptarmica, die Sumpf-Schafgarbe. Ein einheimischer Korbblütler, der feuchten Standorte mag. Ansonsten gilt er als robust und anspruchslos. Über 100 Insekten haben sie auf der Speisekarte. Alte Heilpflanze, die noch heute in der Kulinarik Anwendung findet.
Plantago major, der Breitwegerich. Heimische und essbare Staude. Für die meisten eher Wildkraut als Staude. Wächst auf vielbegangenen Wegen, dazu eine alte Heilpflanze. Pflegeleicht und sonnenliebend. Für knapp 70 Raupenarten Futterpflanze.
Heliopsis helianthoides, das Garten-Sonnenauge. Der Korbblütler ist bei uns nicht heimisch, gilt aber nicht nur als robust, sondern auch als Dauerblüher. 53 Wildbienenarten profitieren. Sie mag nährstoffreichen Böden, die nicht zu trocken sein sollten. Sie bevorzugt den sonnigen Standort.
Trifolium hybridum, der Schweden-Klee. Der Herr @teepfau.bsky.social hat sich mehr Klee gewünscht. Also bitte. Nicht heimisch, aber Dauerblüher an sonnigen und feuchten Standorten. Vor allem Raupenfutterpflanze. Proteinreiche Futterpflanze, sowohl als Grünfutter also auch als Silage.
Hier steht das Jakobs-Greiskraut in voller Blüte. Solange wir es nicht essen, ist es völlig harmlos.
Trifolium dubium, der kleine Klee. Wird auch zweifelhafter Klee genannt, da er nicht alle Kriterien eines Klees erfüllt. Aber er ist heimisch, blüht von Mai bis Oktober und bietet knapp 60 Insektenarten Nahrung. Mag nährstoffreichen Boden und braucht zumindest etwas Sonne.
Montbretia crocosmiiflora, die Garten-Montbretie. Wärmeliebende und nicht heimische Zwiebelpflanze. Kommt aus Afrika und mag lehmigen Boden, der aber noch wasserdurchlässig ist. Braucht Nährstoffe und breitet sich gerne aus.
Hier nochmal in einer anderen Kombination. Gefunden in Lüdinghausen.
Phyllostachys aureosucata, der rauhe Gelbrinnenbambus. Was kann man gutes über ihn sagen? Optisch kein Highlight. Sieht man vom dunklen Kanalkäfer ab, hat er keinen ökologischen Mehrwert. Er wächst immer und überall, deswegen würde eine Rhizomsperre Sinn machen.
Holcus lanatus, das wollige Honiggras. Heimische Grasart für den sonnigen bis halbschattigen Bereich. Wichtige Schmetterlingspflanze. Gilt als anspruchslos und pflegeleicht.
Meliotus officinalis, der echte Steinklee. Heimische Steinkleeart mit wichtiger Bedeutung für Wildbienen und Raupen. Mag Sonne und trockenen Boden, blüht bis in den Spätsommer herein. Liebt Kalk aber keinen Stickstoff. Pionierpflanze auf Brachflächen, Weiden und Bahndämmen. Pflegeleicht und robust.
Trifolium arvense, der Hasenklee. Eine heimische Kleeart, die an ihren typischen Blütenständen zu erkennen ist. Pollenlieferant und Raupenfutterpflanze. Kommt auf trockenen Standorten gut zurecht. Zeigerpflanze für stickstoffarme Böden.
Phlox panniculata, der hohe Stauden-Phlox. Nicht von hier, sondern von der nordamerikanischen Ostküste. Wird von Schnecken geliebt. Bei den Insekten zieht er vor allem Nachtfalter an. Er mag Sonne & einen nahrstoffreichen, durchlässigen Boden. Im Winter dient eine Handvoll Kompost als Winterschutz.
Glebionis segetum, die Saat-Wucherblume. Einjährige, krautige und heimische Pflanze. 53 Wildbienen- und 25 Schwebfliegenarten fahren auf sie ab. Wächst in freier Wildbahn vor allem in Nord- und Westdeutschland. Sie mag feuchten und nahrstoffreichen Boden.
Hypericum perforatum, das echte Johanniskraut. Heimische Staude, Heilpflanze & wichtige Insektenweide. Findet man aktuell relativ häufig, vermehrt in Baumscheiben. Verträgt Wurzeldruck. Gilt als Beruhigungsmittel und Anti-Depressivum. Wer große Mengen zu sich nimmt muss sich vor der Sonne hüten.
Rudbeckia fulgida, der gewöhnliche Sonnenhut. Stammt aus dem Osten der USA und wächst dort in feuchten Wäldern und an Gewässern. Blüht bis in den Oktober hinein, mag Sonne und nährstoffreiche Böden. Bietet ein Buffet für 52 Wildbienenarten.
Gaillardia pulchella, die kurzlebige Kokardenblume. Die einjährige Pflanze, die zu den Korbblütlern gehört, braucht viel Sonne und wenig Wasser. Blüht bis in den September. Laut Literatur sollen die Insekten auch von ihr profitieren. Ursprünglich kommt sie aus dem Süden der USA und Mexico.
Im Kronentraufbereich keine Baggerarbeiten. Wenn überhaupt, dann manuell oder Saugbagger. Das hier ist der Baumtod auf Raten.
Eupatorium cannabinum, der gewöhnliche Wasserdost. Es ist die einzige heimische Art unter den Wasserdosten. Er braucht Licht, feuchten Boden und reichlich Nährstoffe. Dazu hat er für über 100 Insektenarten Nahrung zu bieten. Grundsätzlich essbar, bei permanentem Gebrauch aber giftig.
Landauf, landab sieht man aktuell die Blumenampeln. Die meisten sind "petunienlastig", das heißt, dass sie für Insekten nichts zu bieten haben. Dennoch aber beliebt bei den Bürger*innen. Aber es sind immer zu wenig und natürlich immer an den falschen Stellen.
Warum ein solches Pflanzsystem der größte Schwachsinn ist, kann man deutlich sehen. Das Baumgitter wurde wahrscheinlich schon vor längerer Zeit entfernt.
Hier nochmal mobiles Grün in anderer Ausführung. Das Wässern wird hier von Burger*innen übernommen.
Filipendula ulmaria, das echte Mädesüß. Heimische Wildstaude, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Robuste und pflegeleichter Staude für nährstoffreichen und feuchten Boden. Sie gilt als Insektenpflanze. Dazu eine alte Heilpflanze, auch Bier hat man früher mit Mädesüß versetzt.
Heracleum sphondylium, der Wiesen-Bärenklau. Nicht zu verwechseln mit dem Riesen-Bärenklau. Dieses Exemplar ist heimisch & insektenfreundlich. Wächst gerne auf Wiesen & in Gräben. Mag feuchte Standorte und nährstoffreiche Böden. Kontakt mit der Pflanze kann dennoch zu leichten Hautreizungen führen.
Larus argentatus, die Silbermöwe. Es ist die Großmöwe, die bei uns am häufigsten vorkommt. Sie fressen Fische, Krebse und andere Weichtiere. Sie klauen aber auch gerne Pommes und Fischbrötchen. Silbermöwen können bis zu 20, in Einzelfällen 30 Jahre alt werden.