Ärzte ohne Grenzen (Deutschland)
@msf
Medizinische Hilfe in über 70 Ländern – schnell und unabhängig. Wir berichten über das, was wir sehen, um die Notlagen unserer Patient*innen sichtbar zu machen. Folge uns für tägliche Updates. Pressekontakt: www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse
Was muss noch passieren, damit alle verstehen, dass es sich um eine absolute humanitäre Notsituation handelt? Wo bleiben internationale Hilfen? #TalkAboutSudan
#GoodNews Philippinen: Nach 5 Jahren übergeben wir unser Tuberkulose-Projekt in Manila an lokale Partner*innen. Wir waren mit einer mobilen Röntgenmaschine zur TB-Diagnostik unterwegs. Mehr als 51.000 Menschen haben wir untersucht. (28 pro Tag, wenn wir Tag und Nacht durchgearbeitet hätten). 1/2
#GoodNews aus Haiti: Wir arbeiten wieder in Cité Soleil, Port-au-Prince! Denn Frauen und Neugeborene brauchen hier med. Versorgung. Im Juni mussten wir gehen, als die Gewalt im Viertel eskalierte. 2026 wurden davor 995 Geburten betreut und 122 Überlebende sexualisierter Gewalt versorgt.
Die Welt-Aids-Konferenz findet gerade in Rio, Brasilien, statt. In dem Land kann man das Medikament Lenacapavir, das vor HIV-Infektionen schützt, nicht kaufen. Betroffene in Brasilien haben an klinischen Studien zu Lenacapavir teilgenommen und werden jetzt alleine gelassen. 1/2
#Westjordanland Israelische Streitkräfte stürmten das Spezialkrankenhaus von Nablus am 24.07. An anderen Orten in der Provinz gab es Zusammenstöße, bei denen 4 Palästinenser und 2 israelische Soldaten ums Leben gekommen sind. [1/3]
So schnell wie nie zuvor breitet sich die #Ebola-Krankheit aktuell in der Demokratischen Republik Kongo aus. Es braucht viel mehr internationale Unterstützung, um den Ausbruch effektiv einzudämmen und Leben zu retten. Wir tun, was wir können, doch das allein wird nicht reichen.
Wir sind zutiefst bestürzt: Knapp 200 Schutzsuchende haben versucht, von Gambia aus in einem Boot die kanarischen Inseln zu erreichen. Nach 25 Tagen auf See waren nur noch 38 von ihnen am Leben. Die Überlebenden haben wir in Nouadhibou in Mauretanien versorgt. [1/2]
✨Gute Nachrichten aus #Nigeria✨ Im Norden Nigerias, genauer gesagt in Kano, konnten wir gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium über eine halbe Million Kinder gegen #Diphtherie impfen. Das ist riesig! [1/3]
#Sudan: Die Stadt Al-Obeid steht im Zentrum der aktuellen Kämpfe. Die Folgen eines großangelegten Angriffs wären katastrophal: ▪️Eine halbe Million Menschen leben in der Stadt. ▪️Sie ist Zufluchtsort für etwa 100.000 Vertriebene. ▪️Die Region ist extrem schwer zugänglich für humanitäre Hilfe. [1/2]
Heute vor 15 Jahren erlangte der #Südsudan seine Unabhängigkeit. Doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Im Gegenteil: Die Gewalt eskaliert. 2025 behandelten wir 6.095 durch Gewalt verletzte Menschen – 1.330 mehr als im Vorjahr. Viele Zivilist*innen wurden gezielt in ihrem Alltag angegriffen. [1/3]
In einer Welt, in der Krisen zunehmen, plant die Bundesregierung für 2027, den Sparkurs bei der humanitären Hilfe fortzusetzen. Sie würde erneut nicht mal mehr 0,2 % der gemeinsamen Ausgaben ausmachen.
Update Erdbeben in #Venezuela: Wir spenden weiterhin Medikamente und med. Material an Krankenhäuser in Caracas und La Guaira. Bisher konnten wir die Behandlung von 3.500 Patient*innen ermöglichen. Parallel stimmen wir mit den Gesundheitsbehörden ab, wie wir noch unterstützen können. [1/2]
#Syrien: In der Region Deir ez-Zor müssen dringend Minen und Sprengkörper beseitigt werden. Innerhalb eines Jahres haben wir über 215 Patient*innen mit Explosionsverletzungen behandelt. 24 Menschen starben an ihren Verletzungen. Mehr dazu: www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse/syrie...
María, Tedros und Yohannes: Das sind die Namen unserer Kolleg*innen, die heute vor 5 Jahren in der Region #Tigray in #Äthiopien brutal ermordet wurden. Sie waren auf dem Weg, um Verletzte zu versorgen und klar als Helfende gekennzeichnet. [1/4]
Seit einigen Monaten kommt unser Team jede Woche für gynäkologische Versorgung und psychologische Betreuung – direkt vor Ort. 3/3
Nordfrankreich: Mehr als 1000 vertriebene Menschen leben in provisorischen Lagern nahe Dünkirchen, darunter immer mehr Frauen, die in abgelegenen Bereichen isoliert sind. Viele haben auf ihrer Flucht wiederholt Gewalt erlebt. Der Zugang zu medizinischer Versorgung? Kaum vorhanden. 1/3
#Haiti: Wegen erneuter Gewalt mussten wir unsere medizinischen Aktivitäten in der Geburtsklinik „Isaïe Jeanty“ in Cité Soleil (Port-au-Prince) einstellen. Tausende Frauen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung mehr, Schwangere müssen unter prekären Bedingungen zu Hause zu entbinden.
Weltweit werden staatliche Mittel für humanitäre Hilfe gekürzt. Wir sehen die dramatischen Folgen: Kliniken schließen, Impfkampagnen werden plötzlich abgebrochen, gut behandelbare Krankheiten breiten sich aus. Doch wir können weiterarbeiten - dank unserer Spender*innen. 1/2
Krise in #Somalia: Nach mehreren ausgefallenen Regenzeiten hält die Dürre an. Wegen Kürzungen internationaler Hilfsgelder erhalten viele Haushalte keine Unterstützung mehr, präventive Ernährungsprogramme wurden eingestellt. Wir behandeln mehr akut mangelernährte Menschen als je zuvor. 1/2
Der aktuelle Ebola-Ausbruch zeigt erneut, dass die Gesundheit von Menschen in Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen nicht priorisiert wird: Gegen das Bundibugyo-Virus gibt es keinen Impfstoff, keine Medikamente & zu wenig Tests. Expert*innen war das schon nach vorherigen Ausbrüchen klar. 1/2
#Südsudan: Wir trauern um unseren Kollegen Bob Dingnyang Lam. Er war Krankenpfleger in unserem Gesundheitszentrum in Pieri im Bundesstaat Jonglei. Auf dem Weg von seiner Arbeit zu seiner Familie in Juba, wurde er bei einem Angriff auf der Straße getötet. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.
Wir sind empört über die Inhaftierung unserer afghanischen Kollegin. Am 6. Juni wurde sie auf dem Arbeitsweg festgenommen. Ihr wurde vorgeworfen, die für Frauen im Land vorgeschriebene Kleiderordnung nicht einzuhalten. Erst 2 Tage später wurde sie unter Auflagen entlassen. #Afghanistan [1/2]
Seit mehr als 100 Tagen eskaliert die Lage im #Libanon. Trotz der sogenannten Waffenruhe sehen wir: Vertreibungen und Angriffe. Wir behandeln Patient*innen mit schwersten Verletzungen. Diese Angriffe auf Zivilist*innen, Rettungskräfte und medizinisches Personal müssen endlich aufhören!
In Ituri sowie Nord- und Süd-Kivu betreiben wir mehrere Ebola-Behandlungszentren. Zudem isolieren wir Verdachtsfälle, schulen Personal und klären die Bevölkerung auf. Bei neuen Warnmeldungen schicken wir Teams schnell in die betroffenen Regionen. 2/2
Wir trauern um unseren Kollegen Moses Chot Puok, der am 7. Februar 2026 seinen Schussverletzungen erlag. Moses hat fast 20 Jahre als Wachmann in unserem Krankenhaus in Lankien, im Südsudan, gearbeitet. Wir erinnern ihn als ruhigen, sehr engagierten Kollegen. 1/2
Wann haben wir akzeptiert, dass medizinische Einrichtungen, Patient*innen und Helfende zu legitimen Zielen werden? Wir appellieren an die deutsche Bundesregierung, sich deutlicher zu positionieren und Rechenschaft sowie unabhängige, glaubwürdige Aufklärung zu fordern. Ohne Ausnahmen!
#GoodNews Am 1. Juni haben wir damit begonnen, unsere Klinik in Cité de Soleil in Port-au-Prince, Haiti, wieder in Betrieb zu nehmen. Wir mussten sie im Mai wegen heftiger Kämpfe schließen. Da es kaum Alternativen gibt, ist diese Klinik extrem wichtig für viele.
Libanon: Wir verurteilen diese Angriffe zutiefst! In der Nacht vom 1. Juni wurden bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe des von uns unterstützten Dschabal-Amel-Krankenhauses mehrere Menschen getötet, medizinisches Personal verletzt und die Einrichtung schwer beschädigt. 1/3
#Libanon Trotz des sogenannten Waffenstillstands weitet sich die militärische Eskalation Israels nach Norden aus. Laut WHO wurden im Mai innerhalb von zehn Tagen neun Gesundheitsfachkräfte getötet, 48 verletzt und sieben Krankenwagen getroffen.