Robert Temel
@roberttemel
Forschung, Beratung, Prozessbegleitung, Vermittlung zu Architektur, Städtebau, Baukultur, vor allem Wohnen, öffentlicher Raum; Sprecher der Plattform Baukulturpolitik. Foto: Luiza Puiu.
…zweifellos Nemausus I in Nîmes (die Garagentore!), aber Anselme-l’Hermet in Saint-Ouen nördlich von Paris ist vergleichbar und wurde im gleichen Jahr 1987 realisiert (geplant mit Gilbert Lézénès, Pierre Soria). Die Wohnungen sind enorm vielfältig und bieten ungewöhnlich große Räume. 2/2
Auch wenn Jean Nouvel heute vor allem bizarre Museen und Hochhäuser baut: In den 1980ern war er ein Wohnbau-Innovator, der nicht zuletzt Lacaton-Vassal inspiriert hat mit seinem Konzept der Kombination minimaler Ausstattung mit maximaler Fläche. Am bekanntesten aus dieser Zeit ist…1/2
…Eröffnungsausstellung bietet dafür nicht viel. Sehr schön die mit Bäumen bepflanzten Glasdächer über den Plattformen. Den Sinn des mechanischen Hauses kann man in Frage stellen. Aber es ist zu würdigen, dass Nouvel enorme Mittel für Konzepte jenseits der Immobilienverwertung verfügbar macht. 4/4
…differenzierte Räume für die Kunst anzubieten. Wirklich sinnvoll sind davon wohl nur 4 Positionen, die an Geschoße anschließen. Ein unermesslicher Aufwand, um etwas zu erreichen, das als Idee schon das Centre Pompidou leitete: totale Flexibilität für alle möglichen Bedürfnisse der Kunst. Die…3/4
…Grands Magasins du Louvre. Der Block von 150x50 m wurde komplett entkernt. Innen finden sich nun 6.500 m² Ausstellungsfläche, davon ca. ein Fünftel auf 5 beweglichen Plattformen, die über 11 m Höhe in der Höhe verschoben und in 11 Positionen fixiert werden können, um (in der Höhe) vielfältig…2/4
Der neueste Wurf von Jean Nouvel in Paris: Ziemlich genau 30 Jahre nach der Fertigstellung seines grandiosen gläsernen Gebäudes mit tollem Garten (die Zeder!) für die Fondation Cartier wurde im Herbst der neue Standort eröffnet, ein wieder von Nouvel geplanter Umbau der ehemaligen…1/4
…der 4. und jüngste: Place du Colonel Fabien, ca. 1.400 m² direkt vor Niemeyers PCF-Zentrale. Die Projekte sind richtige dichte, aber kleine Wälder mitten in der Stadt. Um einen nicht nur lokalen Effekt zu erreichen, braucht es davon wohl hunderte. Aber Paris hat zumindest damit begonnen. 5/5
…am Ostrand von Paris, allerdings direkt angrenzend an einen bestehenden Park. Der 3. ist der bekannteste: der Vorplatz des Hôtel de Ville, ca. 2.500 m² Wald mit nach wie vor versiegelter Platzmitte vor dem Eingang. Schwierig, weil eine Tiefgarage unterm Platz liegt, deshalb 50 cm erhöht. Und…4/5
…und, sehr interessant, die bisher 4 Stadtwälder. Der 1.: 4.000 m² auf der Place de Catalogne, die vorher komplett versiegelt war, unmittelbar vor Bofills Sozialwohnbau Échelles du Baroque aus den 80ern, nahe Montparnasse. Der 2.: der Bois de Charonne, 35.000 m² auf einer alten Hochbahntrasse…3/5
…liegt heute das Rad vor dem Pkw (!). Seit einigen Jahren läuft zusätzlich ein ebenso eindrucksvolles Begrünungsprogramm: 300 begrünte Schulstraßen, 170.000 neue Bäume in 5 Jahren (einer pro Neugeborenem), Neugestaltung wichtiger Plätze wie Concorde, République, Trocadéro, Place d'Italie,…2/5
Weniger Autoverkehr, mehr Fahrradverkehr (zunächst mittels der Pop-up-„Coronapistes“) und saubere Luft waren zentrale Ziele der Pariser Stadtregierung, und sie war damit erfolgreich: der innerstädtische Modal Split liegt bei 53% Gehen, 30% ÖPNV, 11% Fahrrad, 4% Pkw (2023); sogar bei Pendlern…1/5
...ein Szenengarten, der von Kahn über 10 Jahre auf 4 Hektar angelegt wurde, mit japanischem, englischem, französischem Teil und verschiedenen Wäldern und Wiesen. 3/3
...mit einer Metallfassade, zum Garten öffnet er sich mit Glas und Holz-Alu-„Jalousien“. Das Beste am Museum ist aber ohne Frage der fantastische Garten:...2/3
Das neue Gebäude für das sehr schöne, kleine Musée Albert Kahn südlich des Bois de Boulogne wurde 2022 von Kengo Kuma fertiggestellt. Zur Straße verschließt sich der Bau...1/3
…kann man an vielen Stellen, bei weitem nicht überall, wirklich sehr schön umgesetzte Stadtbegrünungen sehen, und mit dem Rad fahren ist unvergleichlich angenehmer als früher. 5/5
…Osten bei der Nationalbibliothek – plus 2 weitere an den Kanälen (La Villette, St-Martin), alle kostenfrei, und diverse Freibäder werden kostenlos geöffnet. Die Verkehrsreduktion hat unter Hidalgo und ihrem Nachfolger Grégoire wesentlich umfangreichere Ausmaße angenommen, mittlerweile…4/5
…kann man im Sommer endlich auch direkt in der Seine baden – das hatte bereits Jacques Chirac in den 1980er Jahren versprochen, aber erst Anne Hidalgo eingelöst. Nun gibt es 3 „Baignades“ in der Seine – Grenelle im Westen beim Eiffelturm, Bras-Marie im Zentrum bei der Île St-Louis und Bercy im…3/5
…aufgeschüttet, es besteht aus Aktivitäten und Angeboten wie Liegenstühlen, Spielplätzen, Tanzkursen, Klettern, Schwimmbecken, Gastronomie uvm. Der Stadtstand wuchs nach und nach weiter nach Westen und Osten, ans linke Ufer, die Straßensperren wurden ganzjährig, und seit Olympia 2024…2/5
Bereits zum 25. Mal findet heuer in Paris die Sommerstrandaktion Paris Plages statt, initiiert vom damaligen Bürgermeister Bernard Delanoë, um im Stadtzentrum zunächst die Georges-Pompidou-Schnellstraße am rechten Seineufer zumindest im Sommer loszuwerden. Für Paris Plages wurde Sand…1/5
Heute im Standard zum Thema Reformpartnerschaft. Was bleibt ausgespart? Der Raum und das Bauen. Dabei liegt dort die Ursache für ca. 40% der CO₂-Emissionen, aber das wäre dann doch zu viel des Guten, dass wir nachhaltiger mit dem Boden umgehen.
Heute im AzW: *Zirkuläre Potenziale der obsoleten Stadt* mit Vorträgen von Stefan Rettich (Uni Kassel) und Katharina Kothmiller/Lina Streeruwitz (Habitat 2030) und Diskussion mit Nicole Kirchberger (Klien) und Amila Širbegović (MA50), moderiert von Lene Benz Andreas Bernögger.
Große Empfehlung: Der soeben erschienene Band *Stadt Natur Rechte. Was Bienen und Bäume dürfen müssen* von Katja Schechtner, Alex Putzer, Wojciech Czaja über Rechte der Natur in der Stadt, wo nicht nur 58% der Menschheit leben, sondern auch die Biodiversität oft sehr hoch ist,...1/3
Heute: das großartige Sommerfest Habitat 2030 in der HausWirtschaft im Nordbahnhofareal mit tollen Gästen, toller Musik (Sigrid Horn), einer großartigen Tombola und aktuell der Eröffnungsrede von Gründer Markus Zilker.
Heute im AzW: *25 Jahre MQ – 33 Jahre AzW. Kulturareale in Transformation* mit Vorträgen von Jan de Vylder aus Gent über das Projekt des Palais des Expositions in Charleroi von de vylder vinck und AgwA; sowie von...1/2
Heute in einer Woche, am Freitag, den 26.06. ab 17 Uhr: Herzlich willkommen zum großen Sommerfest Habitat 2030 in der HausWirtschaft, 1020 Wien, Bruno-Marek-Allee 5! Wir feiern mit Live-Musik von Sigrid Horn, DJs, ein wenig Info über Habitat 2030 sowie...1/2
Heute findet die Sitzung des Beirats für Baukultur (2. Sitzung der 4. Periode) im großartigen Studio 3 des Radiokulturhauses mit den Wandmalereien von Hilda Jesser statt, mit illustren Gästen aus Deutschland (Stephan Mayer, Reiner Nagel), der Schweiz (Oliver Martin) und natürlich Österreich.
In 2 Wochen ist es soweit: Das grandiose Sommerfest der Genossenschaft Habitat 2030 findet am Freitag, den 26.06.26 ab 17 Uhr in der HausWirtschaft, 1020 Wien, Bruno-Marek-Allee 5/1 statt – und alle, die sich für die Transformation des Bausektors zur Klimaneutralität interessieren,...1/3
...die Blockhaus-Familienvilla (ein Frühwerk), die Direktorenvilla, ein grandioses Kinderheim und ein Volksheim. Noch in den 1960/70ern bauten die Bunzls hier eine Arbeiter-Terrassenhaussiedlung. 2/2
Vielen Dank Doris Krüger für die heutige großartige Tour zu den Bauten und Planungen von Josef Frank für die Fabrikantenfamilie Bunzl & Biach in Ortmann bei Pernitz in NÖ. Frankl plante hier die Arbeiterkolonie Ortmann und baute selbst von 1914–1923 Arbeiterwohnhäuser,...1/2