Lars Weisbrod
@weisbrod
Der eine aus dem Feuilleton-Podcast der ZEIT
Ich glaube das ist der relevanteste, wichtigste Gedanke der Gegenwart, der immer noch zu wenig diskutiert wird (kein Zufall, dass Leigh Phillips ihn hier äußert, den ich auch sonst für seine unorthodoxen linken Positionen schätze)
Was ich alles lerne, wenn ich NLR lese und ein englisches Wort nachschlage, das ich nicht kenne
Wir müssen jetzt endlich mal diese Art von komplettverblödetem „Feminismus“ abstellen, es ist wirklich nur noch eine Zumutung und behindert jedes tatsächlich linke Projekt
Bei Lefebvre kommen Linke heute schon gar nicht mehr vor als einflussreiche Gegner des Liberalismus, höchstens noch ein Vordenker des chinesischen Regimes taucht da auf
Poschardt zitiert Dath, der Davis zitiert. (Das erinnert mich daran, wie meine Dietmar-Dath-Begeisterung überhaupt entstand: Vor vielen Jahren las ich ein Interview mit Dath, das Ulf Poschardt für die Welt geführt hatte - und ich fand alles, was Dath sagte, so aufregend und neu und anders.)
Vielleicht brauchen wir tatsächlich wieder eine „Frontier“, irgendwo auf dem Mars, im Asteroidengürtel, am Meeresgrund, wo man sich frei macht von den sozialen Zwängen, die im Zentrum walten, und andere, bessere Lebensformen erproben kann?
Was Leif Randt hier sagt, habe ich früher auch so gedacht. Aber es hat sich zumindest in meinem Fall als komplett falsch herausgestellt: Seit ich mich dauernd um Kinder kümmern muss, habe ich wesentlich WENIGER Depressionen
Nichts verdeutlicht den Zeitgeist, für den Srinivasan schrieb, besser als die AUSLASSUNGEN, für die sie sich hier entscheidet hat, als sie in der Einleitung zu „The Right to Sex“ de Beauvoir zitierte
Wahrscheinlich war der Feminismus intellektuell schlagkräftiger als Feministinnen solche Sätze noch schreiben konnten und sich nicht unbedingt der Selbstzensur unterwerfen wollten
"Hüten wir uns, dass unser mangelndes Vorstellungsvermögen nicht immer die Zukunft entvölkert! Sie ist für uns nur eine Abstraktion. Jeder von uns beklagt in ihr dumpf die Abwesenheit dessen, was er selbst war."
Während die Merz-CDU den Leuten noch mit irgendwelchem neoliberalen Wachstumgequatsche auf die Nerven geht ist die amerikanische Rechte schon längst wieder da angekommen wo die Grünen vor 30 Jahren waren
In vielerlei Hinsicht scheint mir Rowling stilistisch unbeholfen und erzähltechnisch limitiert - sie kann allerdings extrem gute Horror-Szenen schreiben, finde ich. Hier eine kurze Passage aus dem dritten Band, wo sie ihr ganzes Können einmal en passant vorführt
Vielleicht versteht man nur richtig was und WARUM Neoliberalismus war, wenn man die Inflation der Siebziger nicht als irgendwie metaphysisches Übel sieht, das über den Westen hereinbrach - sondern als ein Zeichen dafür, dass die Arbeiter dabei waren, den Klassenkampf zu gewinnen?
Moment, DAS ist ein Gedicht von Audre Lorde?? Das ist ja absolut unerträglich und GRAUENHAFT, die Woken haben uns wirklich nach Strich und Faden VERARSCHT
"I know of no circumstance where, as a writer, I have been treated unfairly or suspiciously or patronizingly on account of my sex" Das sind die LeGuin-Sätze, die irgendwie nie zitiert werden...
Wenn es eine Definition von Männlichkeit wäre, müsste allerdings irgendwas davon für Frauen NICHT gelten - so funktionieren Definitionen…
Man wollte sich damit auch gegen den „lean-in Feminismus“ Wenden, der männliches Durchsetzungsvermögen zum Vorbild erhoben hatte. Das Problem an „lean in“ war aber nicht DASS er männliche Eigenschaften zum Vorbild erklärte sondern WELCHE (und in welcher Wirtschaftsordnung)
„Verantwortung übernehmen“ spätestens seit dieser Woche in den top5 der unerträglichsten Floskeln
Man kann ja z.B. ganz neutral so etwas festhalten wie: Fußball wird in Frankreich jetzt zu einem schwarzen Sport, so wie Basketball in den USA ein schwarzer Sport ist?
Der Gründer von „blackwater“ will nicht mit China zusammenarbeiten, weil die Chinesen nicht schnell genug schießen. Da wirkt die Systemalternative ja fast schon wieder sympathisch
Die Linke müsste sich irgendwie wieder besinnen auf die Unterscheidung, die Benjamin hier trifft: Zwischen einer (schlechten) "Ausbeutung" der Natur und dem (guten) "Entbinden" der Schöpfungen, die in ihrem "Schoße schlummern"
Ich hab einen Gegenvorschlag: wir überlassen den Apokalypsekitsch und die Ausnahmezustandromantik den anderen und arbeiten einfach mal NORMAL weiter an unseren Plänen für eine bessere Gesellschaft. Das scheint mir vielversprechender (ballert als Insta-Kachel aber natürlich nicht ganz so geil rein)
besser als Dath hier könnt's ein analytischer Philosoph auch nicht sagen